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Schneider, Rolf

* 17.4.1932
Schriftsteller

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Chemnitz, aufgew. in Wernigerode; Vater Former, Werkmeister; Mutter Textilarbeiterin; OS; 1952 – 55 Studium der Pädagogik u. Germanistik in Halle; 1955 – 58 Red. der Ztschr. »Aufbau« Berlin; dann freischaff.; 1962 Lessing-Preis; 1972 Kunstpreis des FDGB; im Nov. 1976 Mitunterz. der Protestresolution gegen die Ausbürgerung  Wolf Biermanns; vom MfS im OV »Germanist« überwacht; Juni 1979 mit acht weiteren Schriftst. Ausschl. aus dem SV (1989 Aufhebung des Ausschl. u. im Dez. Austritt aus dem SV); ab 1979 mit mehrjährigem Visum Tätigkeit an westdt. Theatern, insbes. in Mainz u. Nürnberg; in der DDR ermöglichte ihm nur noch die Kirche öffentl. Auftritte; auch dramaturg. Berater am Mainzer Theater; verf. neben Lyrik u. Nachdichtungen zahlr. Hörspiele, u. a. »Das Gefängnis von Pont L’Eveque« (1957), »Der König u. sein Dieb« (1958), »Verliebt in Mozart« (1960), sowie Fernsehspiele, u. a. »Der Tag des Ludger Snoerrebrod« (1961) u. »Besuch gegen zehn« (1963); seine Erzählungen u. Romane, u. a. »Die Tage in W.« (entstanden 1962, veröff. 1965), »Der Tod des Nibelungen« (1970), sind meist satir. u. parodist. angelegt; im Roman »November« (1979) schildert er die Vorgänge um den Schriftst.-Protest gegen die Ausbürgerung Wolf Biermanns; Mitgl. des PEN; publizist. für versch. Ztgen tätig; 2004 Bundesverdienstkreuz; wohnt in Schöneiche (b. Berlin).

Publ.: Unerwartete Veränderung. Rostock 1980; Jede Seele auf Erden. Rostock 1988; Frühling im Herbst. Notizen vom Untergang der DDR. Göttingen 1991; Volk ohne Trauer. Notizen nach dem Untergang der DDR. Göttingen 1992; Berliner Wege. Berlin 1993; Notlandung. Berlin 1996; Mecklenburg-Vorpommern. Hamburg 1998; Ich bin ein Narr und weiß es. Berlin 2001; Berlin, ach Berlin. Berlin 2005; Alltag im Mittelalter. München 2006; Das Mittelalter. Berlin 2009.
LeK

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