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Schreiber, Walther

* 10.6.1884, † 30.6.1958
CDU-Politiker

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Pustleben (Grafschaft Hohnstein), Vater Rittergutsbesitzer; Gymnasium in Weimar; 1903 – 06 Studium der Rechtswiss. u. Volkswirtschaft an den Univ. Grenoble, München, Berlin u. Halle; 26.10.1910 Prom. in Halle zum Dr. jur.; 1911 jur. St.-Ex.; 1911 – 25 Rechtsanwalt in Halle; 1914 – 18 Kriegsdienst, Offz.; 1919 DDP; Mitgl. der Verfassunggebenden Preuß. Landesvers.; 1920 – 33 Abg. des Preuß. Landtags (ab 1930 für die Dt. Staatspartei); 1925 – 32 Min. für Handel u. Gewerbe u. Preuß. Staatsmin.; ab 1934 Rechtsanwalt u. Notar in Berlin; illeg. pol. Tätigkeit, zeitw. inhaftiert (Ps. Wilhelm Kreuz).
Juni 1945 Mitbegr. der CDU in Berlin; Juli – Dez. 2. Vors. in der SBZ, Absetzung durch die SMAD wegen der Ablehnung der Bodenreform; 1946 – 48 1. Stellv. des Stadtverordnetenvorstehers von Groß-Berlin; 1947 – 48 1. Landesvors. der CDU Berlin, Febr. 1948 –55 Berlin (West); April – Dez. 1947 Mitgl. des CDU-Hauptvorst. u. Nov./Dez. 1947 des Pol. Aussch.; ab 1948 Mitgl. der Stadtverordnetenvers. in Berlin (Ost) bzw. des Abgeordnetenhauses in Berlin (West), ab 1950 Vors. der CDU-Fraktion im Abgeordnetenhaus; Febr. 1948 Bruch mit der CDU (Ost) wegen der Absetzung von Jakob Kaiser; 1950 Bürgermstr. u. 1953 – 55 Regierender Bürgermstr. von Berlin (West) (Nachf. von Ernst Reuter); 1955 – 58 Ehrenvors. des CDU-Landesverb. Berlin (West); gest. in Berlin (West); Benennung eines Platzes in Berlin-Steglitz nach S.

Publ.: Idealkonkurrenz zwischen § 185 u. § 186 des Reichsstrafgesetzbuches. Naumburg 1910.
HME

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