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Schreier, Peter

* 29.7.1935
Sänger, Dirigent

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Meißen, aufgew. in Gauernitz; Vater Lehrer u. Kantor; 1943 Dresdener Kreuzchor bei Rudolf Mauersberger, ab 1946 Altsolist; Leipziger Rundfunkchor; 1956 – 59 HS für Musik »Carl M. v. Weber« Dresden (Gesang, Orchester- u. Operndirigieren), St.-Ex.; 1959 – 61 Nachwuchsstudio; 1961 – 63 Engagement an der Staatsoper Dresden; seit 1963 Dt. Staatsoper Berlin; seit 1970 auch Dirigent u. a. bei der Dresdener Philharmonie (Wolfgang A. Mozart »Don Giovanni«, Georg F. Händel »Alcina«); seit den 1970er Jahren verstärkte Konzerttätigkeit; dreifacher Kammersänger (1963 DDR, 1980 Österreich, 1982 Freistaat Bayern); 1978 – 93 Mitgl. der AdK der DDR; seit 1993 Mitgl. der AdK Berlin-Brandenb.; 1981 Prof.; 1984 Präs. des Kuratoriums Schauspielhaus Berlin; 1985 Mitgl. des Kuratoriums Staatsoper Dresden; 1989 Mitgl. der Musikal. Akad. Stockholm; führender Mozart-Tenor, über 60 Opernpartien (Tamino / »Zauberflöte«, Titelpartie »Idomeneo«, beide Mozart, Titelpartie »Palestrina« von Hans Pfitzner); Lied- u. Oratorieninterpret (Ludwig v. Beethoven, Johannes Brahms, Franz Schubert, Johann S. Bach, Händel, Mozart); rund 300 Schallplatten; Auslandsgastspiele in mehr als 20 Ländern, Schwerpunkt Salzburg, Wien, München u. New York, Tokio; 1967, 1972 u. 1986 NP; 1971 u. 1984 VVO; 1974 Johannes-R.-Becher-Medaille; Ehrenmitgl. des Internat. Musikrats u. seit 1985 der Musikfreunde in Wien; 1989 Großer Stern der Völkerfreundschaft; 1990 Mitgl. der Bayr. Akad. der Schönen Künste; 1993 Wartburg-Preis; Bundesverdienstkreuz; 2000 Rückzug von der Opernbühne, Dez. 2005 in Prag letzter Konzertauftritt als Tenor; lebt in Dresden.

Publ.: Aus meiner Sicht. Gedanken u. Erinnerungen. Berlin 1983 (aufgez. von M. Meier); Im Rückspiegel. Erinnerungen u. Ansichten. Wien 2005.
Sek.-Lit.: Schmiedel, G.: P. S. Eine Bildbiogr. Berlin 1987; Lewinski, W. E. v.: P. S. Interviews, Tatsachen, Meinungen. Mainz 1992; Helfricht, J.: P. S. – Melodien eines Lebens. Dresden 2008.
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