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Schreyer, Wolfgang

* 20.11.1927, † 14.11.2017
Schriftsteller

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Magdeburg; Vater Drogist; OS; Flakhelfer; 1944/45 Wehrmacht; April 1944 NSDAP; 1945/46 amerik. Kriegsgefangenschaft.
1947 – 49 Ausbildung zum Drogisten; 1948 – 50 im Beruf tätig; 1950 – 52 Geschäftsf. einer chem.-pharmazeut. Fabrik; kultureller Betreuer in Privatbetrieben; debütierte 1952 mit dem Kriminalroman »Großgarage Südwest«; seitdem freischaff. Schriftst.; 1956 Heinrich-Mann-Preis für den Kriegsroman »Unternehmen Thunderstorm« (1954); Reisen durch Lateinamerika, Zypern, Portugal u. die USA; 1960 als OV »Roman« bzw. 1958 »Wühler« beim MfS erf.; 1971 – 81 vom MfS in der OPK »Sand« beobachtet; plädierte im DSV für die Beendigung der Überwachung von Schriftst. durch das MfS; 1972 Mitgl. des PEN-Zentrums DDR; lebte bis 1972 in Magdeburg; seitdem in Ahrenshoop; gest. in Ahrenshoop.
Seit 1990 Mitgl. des VS; Mitgl des PEN Dtl.
W. S. gehörte zu den produktivsten u. erfolgreichsten Autoren spannender Unterhaltungslit. in der DDR; neben drei Sachbüchern u. zahlr. Szenarien für Funk, Fernsehen u. Film verfaßte er mehr als 20 Abenteuerromane über Ereignisse der Zeitgeschichte, bevorzugter Schauplatz ist der mittelamerik. Raum; schrieb den satir. Roman zum Lit.- u. Wissenschaftsbetrieb der DDR »Der sechste Sinn«, 1987; seine Bücher sind in hohen Aufl. erschienen u. wurden in zahlr. Sprachen übersetzt.

Publ.: Der Traum des Hauptmann Loy. Berlin 1957; Das grüne Ungeheuer. Berlin 1959;
Sek.-Lit.: Ebert, G.: Interview mit W. Sch. In: Löffler, A. (Hrsg.): Auskünfte. Werkstattgespräche mit DDR-Autoren. Berlin, Weimar 1974.
BRB

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