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Schulz, Jo (eigtl.: Johannes)

* 31.3.1920, † 8.4.2007
Schriftsteller, Lyriker

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Bautzen; Vater Lackierer; nach der Oberrealschule Ausbildung zum Spediteur; Soldat; bis 1949 in sowj. Kriegsgef.
1950 KB, Mitgl. der BL des KB; DSF; verfaßte Texte für die Kabaretts »Böse Sieben«, »Die Laterne« u. »Die Distel« sowie Beiträge für satir. Ztschr. wie »Frischer Wind« u. »Eulenspiegel«; arbeitete zudem für das heitere Musiktheater, schrieb Operettenlibretti wie »Messeschlager Gisela« (Musik:  G. Natschinski, 1960); Verfasser von Liedern, Chansons, Epigrammen, Gedichten u. Romanen; setzte sich in heiter-satir., teilweise skurrilen Gedichten mit dem DDR-Alltag auseinander; der Komplex Krieg u. Gefangenschaft bildete den anderen Schwerpunkt der lit. Auseinandersetzung, wie in den Gedichtbänden »Abrechnung« (1959), »Zwischen Frühling u. Frost« (1968) oder dem Roman »Laufen ohne Vordermann« (1976); Vorstandsmitgl. des SV u. Mitgl. des PEN der DDR; setzte sich für die Förderung junger Autoren ein u. war 1970 – 89 Seminarltr. des Poetenseminars der FDJ in Schwerin; 1969 Heinrich-Heine-Preis; 1971 Erich-Weinert-Med.; 1969 u. 1985 Johannes-R.-Becher-Med.; Goethe-Preis der Stadt Berlin; gest. in Berlin.

Publ.: Poesie u. Purzelbaum. Berlin 1971; Leben üben oder die Emanzipation des Mannes. Eine lyrische Kommode in mehreren Schüben. Berlin 1979; Das Lächeln steckt die Leute an. Alltäglich Groteskes aus vier Jahrzehnten. Berlin 1990; Mene mene Tekel. Leonberg 1995.
ChK

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