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Schulze, Horst

* 26.4.1921, † 24.10.2018
Schauspieler, Sänger

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Dresden; Lehre als Autoschlosser; 1937 – 40 priv. Gesangs- u. Schauspielunterricht; Kriegsdienst u. Gefangenschaft.
1945 Engagements an der Volksoper in Gittersee, der Dresdener Komödie u. der Landesoper Sachsen, danach in Zittau u. am Nationaltheater Weimar vornehml. in klass. Rollen; 1956 – 65 am Dresdner Staatstheater, u. a. als Hamlet u. Mackie Messer, avancierte in der Operette »Bel ami« zum Publikumsliebling; 1962 Kunstpreis der DDR; 1965 – 67 am Berliner Ensembles; 1966 – 72 am Metropol-Theater Berlin, hier großer Erfolg als Prof. Higgins in »My fair Lady«; Opernauftritte z. B. als Papageno in Mozarts »Zauberflöte« an der Berliner Staatsoper; daneben auch Operetten-, Musical- u. Chanson-Interpretationen; zeitw. Doz. für Opernregie an der HS für Musik »Hanns Eisler« in Berlin u. am Schauspielstudio des Staatstheaters Dresden; seit 1958 Filmrollen für DEFA u. DFF, ab 1967 Mitgl. des DEFA-Ensembles; 1966 NP für die Darstellung des Karl Liebknecht in »Solange Leben in mir ist«, 1969 NP für die Titelrolle in »Hans Beimler, Kamerad« (TV); weitere Film- u. TV-Rollen u. a. 1958 in »Emilia Galotti«, 1970 an der Seite von  Angelica Domröse als Baron Instetten im TV-Film »Effi Briest«, 1971 in »KLK an PTX – Die Rote Kapelle«, 1971 erneut als Karl Liebknecht in »Trotz alledem!« u. 1987 in der Fallada-Verfilmung »Altes Herz geht auf die Reise«; Mitwirkung in versch. TV-Serien, u. a »Polizeiruf 110« (1977 – 87), »Barfuß ins Bett« (1988).
Nach 1989 Auftritte in Musicals u. Filmrollen, u. a. »Die Spur des Bernsteinzimmers« (1992), »Götterdämmerung – Morgen stirbt Berlin« (TV, 1999); »Faust«-Lesungen; lebt in Rauchfangswerder (b. Berlin) (Tochter Andrea Sch. ist Theaterpädagogin, Sohn Ralf-Peter Sch. Intendant des Mecklenburg. Landestheaters in Neustrelitz). Gest. in Berlin.

MaB; ChK

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