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Schulze, Manfred (»Catcher«)

* 17.8.1934
Jazzmusiker

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Schweizerthal; 1954 – 58 Privatunterricht (Harmonielehre, Piano, Klarinette); 1958/ 59 im Tanzorchester »Melodie«, 1960/61 im Orchester Eberhard Weise; 1962/63 Man-
fred-Ludwig-Sextett (gemeinsame Ltg. mit  Ernst-Ludwig Petrowsky); 1965 in der  Klaus Lenz Modern Jazz Big Band (zwei LPs auf Amiga) u. in der Folge auch bei anderen Lenz-Besetzungen; 1963 Gründung des M.-S.-Bläserquintetts (einer a-capella-Bläsergruppe, die S.-Kompositionen spielte), 1972 Gastspiel beim Jazzfestival Prag, 1985 u. 1986 LPs bei Free Music Production, 1988 Amiga-LP; 1964 – 68 künstler. Ltr. der Gerhard-Stein-Combo; 1972 Mitgl. der ersten  Ulrich Gumpert Workshop Band (Amiga-Live-LP »Jazz in der Kammer«); 1970/71 Gruppe »Praxis II«; 1973 M.-S.-Formation; ab 1973 Zusammenarb. mit dem klass. Pianisten  Hermann Keller, zunächst im Duo, später im Berliner Improvisations-Quartett mit Andreas Altenfelder (Trompete) u. Wilfried Staufenbiel (Cello u. Gesang), 1979 LP bei Amiga u. Aufnahmen auf der Doppel-Live-LP »Snapshot – Jazz now – Jazz aus der DDR«; in den 1980er Jahren Trio mit dem Pianisten Hannes Zerbe u. dem Schlagzeuger Peter Gröning sowie im Quintett mit Zerbe, Helmut Forsthoff (Saxophon), Jochen Gleichmann (Trompete) u. Dieter Keitel (Schlagzeug); Mitgl. der Hannes Zerbe Blechband (1984 Amiga-LP); 1986 Tournee »Clarinet Summit« mit Theo Jörgensmann, Denis Colin u. Heiner Reinhardt; nach schwerer Erkrankung 1991 Rückzug aus dem Musikerleben.
Sch. strebte eine Synthese von zeitgenöss. »klass.« Musik u. zeitgenöss. Jazz an u. gilt als origineller u. eigenwilliger Musiker u. Komponist.

JoS

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