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Seelig, Marion

geb. Luhm
* 3.1.1953, † 12.3.2013
Bürgerrechtlerin

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Berlin; Vater Zimmermann, Mutter Sachbearb.; 1971 Abitur; zum Studium der Journalistik nicht zugelassen, da der Vater seit 1961 in Berlin (West) lebte; 1971 – 74 Volontärin bzw. red. Mitarb. bei der »Berliner Ztg.«; anschl. bis 1975 Red. im Berliner Haus für Kulturarbeit; seitdem freiberufl. Autorin, Hörspiele für den DDR-Rundfunk (»Eisenhand, 1986, »Die Frühlingsgeige«, 1988, »Prinzessin Tausendschön u. die Südseeinsel Taka-Tuka«, 1990) u. den SFB (»Landaufenthalte, 1988, »Zwischen den Grenzen wohnen die Dichter«, 1989) sowie Erzählungen u. Gedichte; ab 1978 Mitinitiatorin regelm. »Kinderseminare« bei der ev. Kirche; 1982 Mitunterz. der Eingabe der Gruppe »Frauen für den Frieden« gegen das neue Wehrdienstgesetz (Einberufung von Frauen bei Mobilmachung); 1983 Friedensarbeit in der Berliner Zionsgemeinde u. Gründung der internat. orientierten Zwei-Drittel-Welt-Kindergr. »Banana«; Teiln. an Friedensdekaden u. -seminaren; 1986 Mitorganisatorin des ersten Menschenrechtsseminars (Berlin-Friedrichsfelde) u. Mitgl. der opp. Gruppe »Gegenstimmen«; seit 1987 Mitarb. in der »Kirche von unten«; organisierte 1988/89 in der Gruppe »Konkrete Solidarität« Mahnwachen, Protestgottesdienste u. Spendensammlungen für verfolgte Personen, u. a. nach den Übergriffen auf die Umweltbibliothek, den Verhaftungen bei der Liebknecht-Luxemburg-Demonstration u. der Relegierung von Schülern der Carl-von-Ossietzky-EOS; Okt. 1989 Mitbegr. der Vereinigten Linken (VL); Sprecherin u. ab Dez. 1989 Vertreterin der VL am Zentr. Runden Tisch.
Seit 1990 MdA Berlin (zunächst auf der offenen Liste der PDS) u. innenpol. Sprecherin der Fraktion der PDS bzw. Linkspartei; 1999 anläßl. des Kosovo-Kriegs Eintritt in die PDS, seit 2002 stellv. Fraktionsvors. u. bis 2006 Vors. des Untersuchungsaussch. Datenschutz des Berliner Abgeordnetenhauses; gest. in Berlin.

SiM

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