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Segal, Jakob

* 17.4.1911, † 30.9.1995
Biophysiker

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in St. Petersburg; Vater Kfm.; 1919 Übersiedl. nach Königsberg; Biologiestudium in Königsberg, Berlin u. München; Mitarb. im Roten Studentenbund u. in der KPD; 1933 Emigr. nach Frankreich u. Abschl. des Studiums in Toulouse, Licence; 1936 Übersiedl. nach Paris; durch Dtl.-Reisen (mit Ehefrau Lilli S.) in ständ. Kontakt mit dortigen antifa. Widerstandsgr.; Mitarb. am Sinnesphysiolog. Laboratorium des Collège de France; 1940 Prom. an d. Sorbonne z. Docteur des Sciences, Unterbrechung der wiss. Arb. durch die dt. Okkupation; Teiln. am Widerstand in der internat. Kampfgr. MOI u. im Komitee Freies Dtl., Zusammenarb. mit einer bayr. kath. Gruppe; 1944 Rückkehr zur wiss. Arbeit; Forschungsauftrag des Forschungszentrums CNRS.
1953 Berufung an die HU Berlin; Prof.; Gründer des Inst. für Allg. Biol., Hauptarbeitsgebiet: Struktur der Eiweiße u. ihre Rolle in elementaren Zellfunktionen; erste Kurse für Strahlenbiol.; drei Jahre Lehrtätigkeit in Kuba, drei Semester in Mexiko; nach der Em. 1973 weitere Forsch. zur Anwend. der Biophysik auf die Med., zum Mechanismus der Immunreaktionen, zum Wirkmechanismus der Therapie durch Ultraviolettbestrahlung des Bluts, zul. zu Pathol. u. Therapie von AIDS; zahlr. Veröff. in Fachztschr., 14 Monogr. (z. T. mit Lilli S.), auch populärwiss. Bücher; gest. in Berlin.

Publ.: AIDS. Die Spur führt ins Pentagon. Essen 1990.
Sek.-Lit.: L. S.: Vom Widerspruch zum Widerstand. Biogr. Berlin 1986.
AnV

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