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Seydewitz, Max

* 19.12.1892, † 8.2.1987
Ministerpräsident von Sachsen

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Forst (Lausitz); Vater Gerber; Volksschule; Buchdruckerlehre; 1907 SAJ; 1910 – 31 SPD; 1911 Verb. Dt. Buchdrucker; 1914/ 15 Soldat, als kriegsuntaugl. entlassen; 1918 – 20 Red. bzw. Chefred. der »Volksstimme« Halle; 1920 – 31 Chefred. des »Sächs. Volksblatts« Zwickau; 1922 Vors. des SPD-Bez. Zwickau-Plauen; 1923 Mitgl. des Parteiaussch. der SPD; 1924 – 32 MdR; 1927 Hrsg. u. Chefred. der Ztschr. »Der Klassenkampf« u. »Marxist. Büchergemeinde«; 1931 – 33 Mitbegr. u. einer der Vors. der SAP; Chefred. versch. Parteiztgn.; war 1933 für Parteiauflösung; April 1933 Emigr. nach Prag; 29.3.1934 Ausbürgerung (Liste 2); inoffiz. KPD-Anschl.; Mitunterz. des Pariser Volksfrontaufrufs; 1938 Norwegen, April 1940 Schweden; kurzz. interniert; publizist. tätig (»Peter Michel«); ständ. Mitarb. des KI-Blatts »Die Welt« (»Michael Kraft«); Mitarb. der »Pol. Information«.
Jan. 1946 Rückkehr nach Dtl. (SBZ); SED; Chefred. der Ztschr. »Einheit«; 1946/47 Intendant des Berliner Rundfunks; 1947 – 49 Mitgl. des PV der SED; 1947 – 52 Min.-Präs. des Landes Sachsen (Nachf. von  Rudolf Friedrichs); Mitgl. der SED-LL u. ihres Sekr.; 1947 – 52 Landesvors. der Ges. zum Studium der Kultur der Sowjetunion bzw. ab 1949 der DSF; 1948/49 Mitgl. der Prov. Volkskammer, ab 1950 der Volkskammer (Wirtsch.- u. Haushaltsaussch.); 1951 Selbstkritik innerhalb einer SED-Kampagne gegen ehem. Mitgl. der SAP; ab 1952 Schriftst.; 1954 Mitgl. des Dt. Friedensrats; 1955 GD der Staatl. Kunstsammlungen Dresden; 1960 Verleihung des Prof.-Titels durch das Min. für Kultur; 1962 VVO; 1967 Ruhestand; danach ausschließl. schriftst. Tätigkeit; 1960 u. 1984 NP; 1965 Banner der Arbeit, 1968 Ehrenspange zum VVO.

Publ.: Stalin oder Trotzki. Die UdSSR und der Trotzkismus. London 1938; Den tyska hemmafronten. Stockholm 1944 (Ps.: Peter Michel); Es geht um Dtl. 1948; Es hat sich gelohnt zu leben. Lebenserinnerungen eines alten Arbeiterfunktionärs. 2 Bde. Berlin 1976/1978.
MFS

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