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Boenheim, Felix

* 17.1.1890, † 1.2.1960
Internist

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Berlin; Vater Kfm.; Gymnasium in Berlin-Wilmersdorf; 1909 – 14 Med.-Studium
in München, Berlin u. Freiburg i. Br.; 1914 Prom. in Berlin (b. Friedrich Kraus) über »Chinolinderivate u. Harnsäureausscheidung«; 1914 – 16 Militärdienst (Arzt); 1916 – 18 Assistenzarzt an der Med. Univ.-Poliklinik Rostock; 1918/19 in Nürnberg u. München Beteiligung an den pol. Auseinandersetzungen nach der Novemberrev., u. a. Wahl in den Nürnberger Arbeiter- u. Soldatenrat, der USPD nahestehend, 1923 Mitbegr. der Ges. der Freunde des Neuen Rußland, Mitgl. des Vereins Soz. Ärzte; 1919 – 21 Assistenzarzt am Katharinenhospital in Stuttgart; 1921 – 29 Niederlassung als Internist in eigener Praxis in Berlin, 1929 – 33 ltd. Arzt der II. Inneren Abt. des Berliner Hufeland-Krankenhauses; Febr. – Aug. 1933 »Schutzhaft« in Spandau, anschl. Exil in der Schweiz, in Frankreich u. Palästina, 1935 – 48 Arzt in New York), 1940 US-Staatsbürgerschaft.
1949 Rückkehr nach Dtl.; SED; 1950 Abg. des Sächs. Landtags, 1949 – 55 Prof. für Innere Med. u. Ltr. der Poliklinik an der Univ. Leipzig, hier 1950 auch kommissar. Ltr. des Karl-Sudhoff-Inst. (KSI) für Geschichte der Med. u. der Naturwiss.; 1955 – 60 Dir. der Poliklinik n. Umberufung zum Prof. für Geschichte der Med. u. Dir. des KSI; 1959 em.; 1960 VVO; gest. in Leipzig.

Publ.: Biochemie des Menschen. Berlin 1926; Every Woman’s standard medical guide. New York 1948 (Mitautor); Virchow. Berlin 1997; Von Huang-ti bis Harvey: Zur Gesch. der Entdeckung des Blutkreislaufs. Jena 1957.
Sek.-Lit.: Er verzichtet auf das »gute« Leben. Zur Rückkehr von F. B. In: Deutschlands Stimme. 29.7.1949; Ruprecht, T. M.: F. B. Arzt, Politiker, Historiker. Hildesheim, Zürich, New York 1992.
RaS; BRB

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