Biographische Datenbanken

Bofinger, Manfred

* 5.10.1941, † 8.1.2006
Cartoonist, Grafiker

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Berlin; Vater Entwurfsgrafiker u. Plakatmaler, Mutter Verkäuferin u. Lageristin.
1959 Abitur; 1951 – 61 Ausbildung zum Schriftsetzer; 1961 – 68 Typograph bei der satir. Ztschr. »Eulenspiegel«, danach freiberufl. tätig; als Künstler Autodidakt, Arbeit als Cartoonist, Buchillustrator u. Grafiker (Plakate); 1963 – 89 SED; 1972 – 89 VDJ, dort ab 1979 als Vertreter der Cartoonisten Vorst.-Mitgl. in Berlin; 1974 – 90 VBK, danach Mitgl. im Verb. der Grafik-Designer; illustrierte über 300 Bücher, vor allem für Kinder, u. a. Werke von Mark Twain u. Otto Julius Bierbaum, zeichnete Karikaturenbände, Bastelbögen, Kalender, Postkartenbücher, Programmhefte, Spielkarten u. Plakate; mehrmals Auszeichn. »Schönstes Buch«; 1981 Kunstpreis der DDR; 1987 Goethepreis der Stadt Berlin; 1989 Hans-Baltzer-Preis.
Nach 1990 auch Buchautor; zahlr. Ausstellungen; gezeichneter Briefwechsel mit F. W. Bernstein (»Ich glaube, du bist dran«, 1995; »Berl. Bilderbuch brominenter Bersönlichkeiten«, 1999); 2000 Dt. Karikaturenpreis; 2002 Rahel-Varnhagen-Medaille; ab Dez. 2004 Hirnschlag u. Wachkoma; gest. in Berlin.
Illustrationen zu: R. Holland-Moritz: Graffunda räumt auf. Berlin 1969; U. Kant: Der kleine Zauberer u. die große Fünf. Berlin 1974; G. Holtz-Baumert: Alfons Zitterbacke. Berlin 1977; C. Hein: Das Wildpferd unterm Kachelofen. Berlin 1984; R. Holland-Moritz: Ossis, rettet die Bundesrepublik! Berlin 1993; J. Sparschuh: Stinkstiefel. Berlin 2000.

Publ.: Graf Tüpo, Lina Tschornaja u. die anderen. Für El Lissitzky zum 100. Geburtstag. Leipzig 1991; Das Gänsehaut-Buch. Berlin 1994; Das dicke Bofinger Buch. Berlin 1995; Der krumme Löffel. Miniaturen einer Kindheit. Berlin 1998; Ein dicker Hund. Geschichten mit Kindern. Berlin 2003; Das Leben eben. Berlin 2006 (posthum).
AnS; IKF

© Die Urheberrechte am Lexikon und aller seiner Teile liegen beim Ch. Links Verlag. Die Weiterverwendung von Biographien oder Abschnitten daraus bedürfen der Zustimmung des Verlages.
Redaktionsschluss: Oktober 2009. Eine kontinuierliche Aktualisierung der Biographien kann von den Herausgebern nicht gewährleistet werden. Soweit bekannt, werden Sterbedaten in regelmäßigen Abständen nachgetragen. Änderungs- und Korrekturwünsche werden von den Herausgebern des Handbuches geprüft und ggfl. eingearbeitet.
Ch. Links Verlag, Schönhauser Allee 36, 10435 Berlin, Tel. 030- 44 02 32-0, mail@christoph-links-verlag.de

Zum Abkürzungsverzeichnis