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Sönnichsen, Niels

* 22.12.1930
Mediziner

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Roggendorf (Mecklenb.); Vater Pfarrer; 1937 – 50 Schulbesuch, Abitur an der Goethe-OS Schwerin; 1949 NDPD; 1950 – 55 Studium der Med. an der Berliner Charité; anschl. Assistenzarzt am Krankenhaus Schwerin u. Landarzt; 1957 Prom. an der Univ. Rostock; 1957 – 59 Ergänzungsstudium der Biochemie an der EMAU Greifswald; 1960 – 62 Facharzt-Ausbildung Dermatologie an der Charité, dort 1963 Oberarzt, 1964 Habil., 1965 Doz.; 1965 SED; 1966 kommissar. Dir. der Hautklinik der FSU Jena (jüngster Chefarzt in Dtl.), dort 1969 Berufung zum Prof.; 1967 Virchow-Preis; 1970 – 93 Prof. u. Dir. der Klinik u. Poliklinik für Hautkrankheiten der Charité; 1972 – 75 Dir. der Charité; 1979 Mitgl. der SED-BL Berlin; 1974 u. 1987 NP; 1980 Korr. u. 1988 Ord. Mitgl. der AdW.
1993 auf eigenen Entschluß aus der Charité ausgeschieden; 1993 – 98 Ärztl. Dir. des Fachklinikums Borkum; 1999 Niederlassung als Arzt in Berlin, lebt in Berlin.
Über 700 Veröff. auf dem Gebiet der Dermatologie u. Immunologie; gilt als Pionier der AIDS-Forschung in der DDR u. war als Vors. der zentralen AIDS-Beratung maßgeblich mit der AIDS-Aufklärung u. Prävention in der DDR befaßt.

Publ.: Hautkrankheiten. Leipzig 1976; Autoimmunkrankheiten. Jena 1987; AIDS. Was muß ich wissen? Wie kann ich mich schützen? Berlin 1987; Mein Leben. Berlin 2000.
Sek.-Lit.: Haustein, U.-F.: N. S. zum 75sten. Berliner Ärzte. Mitgliederztschr. der Ärztekammer Berlin (2005) 12.
DiH

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