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Staimer, Richard (Egon)

* 25.1.1907, † 24.10.1982
Vorsitzender der Gesellschaft für Sport u. Technik

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in München; Vater Gewerkschafts-
sekr.; Volksschule; 1920 Freie proletar. Kindergr.; 1922 – 25 Ausbildung zum Fliesenleger;
1925 – 31 im Beruf tätig, 1927 – 29 Wanderschaft; 1922 – 25 KJVD; 1923 DMV; 1923 im M-Apparat der KJVD; Mitgl. der KJVD-BL Nord-Bayern; 1925 KPD; 1929 Sekr. des KPD-UB Nürnberg-Johannis; 1929/30 in der Schweiz u. Österreich im Beruf tätig; 1930 Ausweisung aus Österreich wegen pol. Tätigkeit; in Nürnberg Ltr. der Zersetzungsarbeit in der Polizei u. der Reichswehr im M-Apparat; Bez.-Vors. des Dt. Bauarbeiterverb.; später Funktionen in der RGO; 1931 Kursant der Militärpol. Schule der KI in Moskau; Nov. 1931 –Okt. 1932 Gaultr. des illeg. RFB Nordbayern; zugl. Ref. u. Instrukteur der KPD-BL; dann bis Febr. 1933 illeg. pol. Tätigkeit in Berlin; Juni 1933 wegen Hochverratsanklage Emigr. in die UdSSR; 1933 – 36 Schüler an der KUNMZ; (»Egon«); Okt. 1936 – 38 Teiln. am Bürgerkrieg in Spanien, Dez. 1936 – Febr. 1937 Kdr. des Thälmann-Bat. bzw. der XI. Internat. Brigade, »General Hoffmann«, Major; 1937 KP Spaniens; Ende Jan. 1938 Rückkehr nach Moskau; danach ab Febr. 1939 Einsatz außerhalb der Sowjetunion; März/April 1939 Paris; ab Ende April 1939 illeg. in der Schweiz; ab Juni 1939 Ltr. des Grenzpunktes in Basel u. Mitgl. der Gebietsltg. der KPD; 7. – 21.12.1939 U-Haft, Freilassung gegen Kaution; Behandlung eines Magengeschwürs im Krankenhaus, weitere Verhaftungen u. Krankenhaus- bzw. Sanatoriumsaufenthalte in St. Gallen; Anf. 1941 in der Sonderfahndungsliste »UdSSR« der Gestapo erf.; Febr. – Mai 1941 Arbeitslager Baumgarten; Apr. 1941 sowj. Staatsbürgerschaft; Ausreise nach Italien; 4.7. 1941 mit dem Personal der sowj. Botschaft in die UdSSR; ab Aug. 1941 militär. Spezialausbildung in der Nähe von Moskau; Überführung in die KI-Schule in Kuschnarenkowo; Ende 1941 Abberufung wegen »Verletzung der konsp. Regeln u. Schwächen«; Febr. 1942 Abschl. der Parteiuntersuchung ohne Maßregelung; Tätigkeit in einem Baubetrieb in Ufa; nach »Bewährung« auf Beschluß der KPD-Führung im Mai 1943 erneute Einbeziehung in die »Parteiarbeit«; ab Mai 1943 kurzz. Instrukteur im Kriegsgefangenenlager für Offz. Nr. 97 in Jelabuga; 1943 Abberufung durch das NKWD u. Rückversetzung nach Ufa; Sommer 1945 Besuch eines pol. Lehrgangs in der Nähe von Moskau.
Juli 1945 Rückkehr nach Dtl.; Ltr. der Polizeiinspektion Berlin-Prenzlauer Berg; 1946 SED; April 1946 – 50 Chef der Landespolizeibehörde Brandenb. in Potsdam, Chefinspekteur; 1947 – 54 verh. mit  Eleonore St., geb. Pieck; 1950/51 militär. Sonderlehrgang in Privolsk (UdSSR); 1951/52 Kdr. der VP-Bereitschaft Leipzig, Gen.-Inspekteur; 1952 – 54 stellv. GD der Reichsbahn, verantw. für Kaderarbeit; Mai 1954 stellv. Minister für Verkehrswesen; Jan. 1955 – Febr. 1963 Vors. des Zentralvorst. der GST (Nachf. von  Arno Berthold); 1955 Mitgl. des ZR der FDJ; 1955 – 65 Mitgl. des NR der NF; 1960 Gen.-Major der Reserve; ab 1963 Mitgl. des Solidaritätskomitees für das span. Volk; 1966 – Okt. 1969 Ltr. der militär. Abt./HA-Ltr. für militär. Ausbildung im Staatssekr. bzw. Min. für HFS-Wesen; 1967 VVO; 1969 Versetzung in die Reserve; 1.10.1969 Rentner; 1977 KMO; gest. in Berlin.

PeE; HME

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