Biographische Datenbanken

Stallknecht, Wilfried

* 12.8.1928
Architekt u. Stadtplaner

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Geringswalde (b. Rochlitz); Vater Kfm.; 1948 Tischlerlehre, 1949 Arbeit im Bergbau, 1951 Meisterprüfung im Tischlerhandwerk; 1949 – 1952 Studium der Innenarchitektur an der FS für angew. Kunst Erfurt; 1952/53 Mitarb. im VEB Projektierung Berlin, 1953 wiss. Mitarb. des ZI für Typung Berlin; 1953 Innengestaltung beim Umbau des ehem. Preuß. Landtags in Berlin zum Sitz des Ministerrats der DDR; 1958 Entwurf der Eigenheimserie EW 58; 1959 – 85 Mitgl. der DBA; 1959 – 62 Versuchsbau Wohnungstyp P 2, Fennpfuhl, Berlin; 1963 – 66 Entw. der Plattenbau-Typenserie P 2.12; 1964 – 69 Mitarb. des Inst. für Städtebau Berlin; 1966 – 69 Wohnungsbaukonzeption für Tunnelschalverfahren; 1966 u. 1969 Aktivist; 1968 versch. Wirtschaftspatente zum Möbelbau, darunter Patent für Gleitkippverfahren; 1967 1. Preis beim Wettbewerb Leninplatz Berlin; 1968 – 70 Wohnbebauung am Leninplatz (heute: Platz der Vereinten Nat.) in Berlin; 1973 Architekturdipl. unter Förderung von  Hermann Henselmann an der Kunst-HS Berlin-Weißensee; 1974 – 83 Chefplaner der Umgestaltung der Innenstadt Bernau; 1978 Prom.; 1978 Schinkelmed., 1981 Architekturpreis der DDR; 1983 Habil. an der HS für Architektur u. Bauwesen; 1985 Ruhestand; 1985 – 89 Rekonstruktion der Wehr- u. Hellmühle Biesenthal.
1998 – 2003 Entwurf für das wandlungsfähige Sitz- u. Liegemöbel »SELIO«; 2000 Entwurf für das Rathausdreieck Berlin-Lichtenberg; 2009 Wanderausstellung »Entwerfen im System – Der Architekt W. S.« in Cottbus, Bernau u. Berlin.
St. gilt als einer der vielseitigsten Architekten der DDR. Neben der maßgebl. Entw. der Plattenbausysteme P 2 u. P 2.12, die wiederum Vorläufer der Standardbaureihe WBS 70 waren, war St. ebenso erfolgreich im Städtebau, bei der Innengestaltung u. im Möbelbau.

Publ.: Baukastensystem u. architekton. Gestaltung von Wohnbauten. In: Dt. Architektur (1963) 10; Die Experimentalbauten der Konzeption P 2. In: Dt. Architektur (1964) 5; Gebäudekonzeption der Plattenbauweise für die Umgestaltung innerstädt. Wohnbereiche. Berlin 1978; Einbauten in Wohnungen. In: Kultur im Heim (1984) 3.
Sek.-Lit.: Topfstedt, T., Barth, H.: Vom Baukünstler zum Komplexprojektanten. Architekten in der DDR. Berlin 2000; Bauwelt 18 –19. Bertelsmann-Fachzeitschriften. Gütersloh 2002.
VoW

© Die Urheberrechte am Lexikon und aller seiner Teile liegen beim Ch. Links Verlag. Die Weiterverwendung von Biographien oder Abschnitten daraus bedürfen der Zustimmung des Verlages.
Redaktionsschluss: Oktober 2009. Eine kontinuierliche Aktualisierung der Biographien kann von den Herausgebern nicht gewährleistet werden. Soweit bekannt, werden Sterbedaten in regelmäßigen Abständen nachgetragen. Änderungs- und Korrekturwünsche werden von den Herausgebern des Handbuches geprüft und ggfl. eingearbeitet.
Ch. Links Verlag, Schönhauser Allee 36, 10435 Berlin, Tel. 030- 44 02 32-0, mail@christoph-links-verlag.de

Zum Abkürzungsverzeichnis