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Stark, Otto

* 2.4.1922
Kabarettist, Schauspieler,

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Wien in einer jüd. Fam.; Vater Hutmacher; Volksschule; Hutmacherlehre; beim Nazi-Einmarsch in Österreich wurde die gesamte Familie verhaftet, Eltern, Bruder u. fast alle übrigen Verwandten sind im KZ Auschwitz umgekommen; O. S. konnte 1938 fliehen u. nach Großbritannien emigrieren; Landw.-, später Bäckerlehre; daneben Schauspielunterricht; 1940 interniert, dort Mitgl. einer Theatergr.; ab 1942 Schauspieler im österr. Exiltheater »Das Laterndl« in London.
1946 Rückkehr nach Wien, Schauspielprüf. u. am »Theater der 49« in Wien; 1949 Übersiedlg. in die DDR; als Schauspieler in Dresden u. Berlin; 1952 SED; gründete 1955 das Kabarett »Die Herkuleskeule« in Dresden; wechselte 1960 zur »Distel« in Berlin; von 1968 – 90 deren Dir., dann altershalber ausgeschieden; in vielen Programmen Regie u. Darsteller; daneben Film- u. Fernsehrollen; auch seine Frau Ilse Maybrid u. ihre Tochter Myriam S. waren als Kabarettistinnen an der »Distel«; 1979 Banner der Arbeit; 1981 NP; 1985 Goethepreis der Stadt Berlin.
Seit 1990 Auftritte zunächst mit den »Distel-Oldies«, später mit Soloprogr.; 2008 CD »Berliner Temperament u. Wiener Schmäh« (mit Ilse Maybrid St.)

Sek.-Lit.: Unterhaltungskunst A– Z. Berlin 1975; Otto, R., Rösler, W.: Kabarettgeschichte. Berlin 1977; Zimmermann, K.: O. S. – Plädoyer für einen Komödianten. In: Kassette 1. Berlin 1977; Friedrich, D.: Messeschlager Gisela. In: Berliner Ztg., 12.4.1999.
GiW

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