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Stier, Christoph

* 7.1.1941
Evangelischer Bischof

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Magdeburg; 1959 – 64 Studium der Theol. an der Univ. Rostock; anschl. wiss. Assistent; ab 1970 Pfarrer im Rostocker Neubaugebiet Lütten-Klein; hier enge Zusammenarbeit mit der kath. Ortsgemeinde; ab 1976 Landespastor für Weiterbildung u. Akad.-Arbeit der Mecklenb. Landeskirche; Mitgl. der Landes- u. der Bundessynode; ab 1981 Mitgl. der Konferenz der Ev. Kirchenltg. in der DDR u. Vors. des Studienaussch. der Theolog. Studienabt. des Bunds der Ev. Kirchen der DDR (BEK); Nov. 1983 Wahl u. Juli 1984 Amtseinführung als Bischof der Ev.-Luth. Landeskirche Mecklenb. (Nachf. von  Heinrich Rathke); ab 1986 ltd. Bischof der Vereinigten Ev.-Luth. Kirche (VELK) (Nachf. von  Werner Leich); unter seiner Ltg. kam es zu einer Aufgabenübertragung der VELK an den BEK.
1997 nach turnusmäßiger Neubesetzung keine neue Kandidatur für das Bischofsamt; seitdem Landessuperintendent des Kirchenkrs. Stargard, Sitz Neustrelitz; 1998 Mitgl. des Beirats des Bundesbeauftragten für die MfS-Unterlagen, benannt durch das Land Mecklenb.-Vorpom.
Als Landesbischof plädierte C. S. für ein ges.-pol. Engagement der Kirchen u. Christen insbes. in der Friedens- u. Menschenrechtsarbeit; er appellierte wiederholt an die DDR-Führung, sich auf einen innenpol. Dialog einzulassen; im Okt. 1989 setzte er sich für die Zulassung der neuen opp. Gruppen u. Parteien ein; bezügl. der Aufarbeitung von MfS-Verstrickungen kirchl. Amtsträger vertritt C. S. einen konsequenten Rechtsstandpunkt.

RoS; EhN

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