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Stoeckel, Walter

* 14.3.1871, † 12.2.1961
Gynäkologe

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Stobingen (b. Insterburg, Ostpr. / Rußland); Vater Gutsinspektor; Gymnasium in Insterburg; 1890 – 95 Med.-Studium in Leipzig, München, Jena u. Königsberg; hier 1896 Prom.; 1896/97 Schiffsarzt; 1897 – 1903 Assistenz-, später Oberarzt an der Univ.-Frauenklinik in Bonn (b. Heinrich Fritsch); 1903/04 Oberarzt an der Univ.-Frauenklinik Erlangen; 1904 – 07 an der Frauenklinik der Berliner Charité; hier 1904 Habil. u. Privatdoz.; 1905 Titularprof.; 1907 – 10 Ordinarius für Frauenheilkunde in Marburg; 1910 – 22 Ordinarius in Kiel; 1922 – 26 Ordinarius u. Dir. der Univ.-Frauenklinik in Leipzig; 1926 – 51 Ordinarius für Frauenheilkunde u. Dir. der I. Univ.-Frauenklinik in Berlin.
Nach 1945 Wiederaufbau der schwer kriegszerstörten Univ.-Frauenklinik; Org. u. Ltg. der ersten Gynäkologenkongresse der Nachkriegszeit 1946 in Jena u. 1947 in Berlin; 1948 maßgebl. an der Konstituierung der Wiss. Ges. für Geburtshilfe u. Gynäkol. bei der HU Berlin beteiligt; 1949 Obermedizinalrat; 1951 em.; 1951 NP; wiss. Arbeiten v. a. zur gynäkolog.-urolog. Chirurgie; gest. in Berlin.

Publ.: Ureterfisteln u. Ureterverletzungen. Leipzig 1900; Atlas der gynäkolog. Cystoskopie. Marburg 1908; Lehrbuch der Geburtshilfe. Leipzig 1920 (13. Aufl. 1961); Lehrbuch der Gynäkol. Leipzig 1928 (15. Aufl. 1967); Gynäkolog. Urol. München 1938; Erinnerungen eines Frauenarztes. München 1966, in gekürzter Ausg. Leipzig 1979 (mit Auswahlbibl. und einem Geleitwort von H. Kraatz).
PeS

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