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Stötzel, August

* 9.9.1898, † 17.8.1963
KPD/SED-Funktionär

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Wanne-Eickel (Westf.); Vater Bergarb.; 1915 – 29 mit Unterbrechungen Bergmann, 1924 – 29 in Herne; 1917/18 Militärdienst; 1919 Mitbegr. u. Mitgl. der KPD im Ruhrgeb.; 1927 – 30 Betriebsrat; ab 1929 hauptamtl. Funktionär der KPD-BL Hessen; 1930/31 Schüler der Internat. Lenin-Schule in Moskau; 1931 Ltr. des KPD-BL Hessen; dann Sekr. des UB Duisburg; ab 1933 illeg. pol. Arbeit, Pol.-Ltr. der KPD Ruhrgeb.; 20.1.1934 in Dortmund verhaftet, U-Haft in Dortmund, Berlin-Moabit, Hamm, Werl u. Bochum, 1935 wegen »Vorber. zum Hochverrat« zu drei Jahren Zuchthaus verurteilt, 1935 – 37 Haft in der Strafanstalt Herford (Westf.), 1937 im Polizeigefängnis Dortmund, 1937 – 45 KZ Buchenwald (dort 1937 – 39 Dachdecker; 1939 – 42 Kammerhelfer; 1942 – 45 im Kdo. Weimar Lagerältester, Kapo u. Vorarb. sowie Mitgl. der illeg. KPD-Lagerltg.).
1945/46 Sekr. des KPD-BV Herne; später Sekr. der KPD Krs. Dortmund; dann Mitarb. des ZK der SED; 1950 – 63 Mitarb. der ZPKK der SED, ab 1952 »in die gesamte Kommissionsarbeit« einbezogen; ab 1953 Sektorenltr. in der ZPKK u. Mitgl. zahlr. Sonderkommissionen: Überprüfung der FDJ, der demokrat. Sportbew. (1954), ungesetzl. Maßn. gegen KPD-Mitgl. durch das MfS wie im Fall  Fritz Sperling (1956); 1958 VVO; war bis zu seinem Tod Mitarb. der ZPKK u. der PKK der KPD; gest. in Berlin.

BRB

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