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Stötzer, Gabriele

* 14.4.1953
Bürgerrechtlerin, Schriftstellerin,

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Emleben (b. Gotha); Vater Arbeiter; 1969 Ausbildung zur medizin.-techn. Assistentin; 1972 Abitur auf dem zweiten Bildungsweg; Studium der Germanistik u. Kunsterziehung an der PH Erfurt, Sommer 1976 Relegation wg. des Einsatzes für einen exmatrikulierten Kommilitonen; November 1976 Unterz. eines Protestes gegen die Ausbürgerung von  Wolf Biermann, Festnahme durch das MfS beim Überbringen von Unterschriften, Verurteilung zu einem Jahr Haft wg. Staatsverleumdung, Haft im Frauenzuchthaus Hoheneck / Stollberg; Weigerung, nach der Haft die DDR zu verlassen; während der Haft Beginn schriftsteller. Arbeiten; nach Haftentlassung Arbeit in einer Schuhfabrik; 1980 Gründung einer privaten Kunstgalerie in Erfurt, 1981 Schließung der Galerie durch das MfS; 1989 erscheint ihr erster Band mit Texten im Aufbau-Verlag; 1989 / 90 aktiv im Neuen Forum Erfurt, Mitgl. im Erfurter Bürgerkomitee zur Auflösung des MfS; 1990 Mitbegr. des »Kunsthauses Erfurt«.
1992 Rehabilitierung durch die Univ. Erfurt u. Zuerkennung des Dipl.; 1992 u. 1994 Lesereisen durch die USA; lebt in Erfurt und Utrecht.

Publ.: zügel los. Berlin, Weimar 1989; Undine geht, sagt Undine zu Undine, und bleibt. Erfurt 1989; grenzen los fremd gehen. Berlin 1992; erfurter roulette. München 1995; Ich bin die Frau von gestern. Texte u. Gedichte. Frankfurt (Main) 2005; Die bröckelnde Festung. München 2002; Das Leben der Mützenlosen. München 2007
Sek.-Lit.: Scheer, U.: G. St. In: Kowalczuk, I.-S., Sello, T. (Hrsg.): Für ein freies Land mit freien Menschen. Berlin 2006.
BeF

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