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Streit, Josef Ernst

* 9.6.1911, † 3.7.1987
Generalstaatsanwalt

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Friedrichswald (b. Reichenberg, Böhmen / Bedřichov, Tschechien); Vater u. Mutter Glasarb.; 1916 – 21 Volksschule in Friedrichswald, 1921 – 24 Bürgerschule u. 1925 – 29 Ausbildung zum Buchdrucker in Gablonz/Jablonec (ČSR); 1925 – 38 KJV, 1936 – 38 Vors. der KL Reichenberg; 1929/30 im Beruf tätig; 1930 KPČ; 1930 arbeitslos, Wanderschaft in Dtl.; 1930 – 33 u. 1936 – 38 Buchdrucker in Jablonec; 1933 – 35 Wehrdienst in der tschech. Armee, Gefr.; 1935/36 arbeitslos; 1938 verhaftet, ab Mai 1939 KZ Dachau u. Mauthausen, bis 5.5.1945 KZ Mauthausen.
1945/46 KPD/SED; 1945 Angest. im Gemeindeamt Bedřichov; 1945/46 Instrukteur der KPD-KL Schönberg (Mecklenb.); 1946/47 Richterschule in Schwerin; 1947 – 49 Richter am Amtsgericht Schönberg; 1949 Lehrgang an der DVA; 1949 – 51 Hauptref. im Min. für Justiz, Pressereferent, Ltr. der Pressestelle des Min. für Justiz, Red. der Ztschr. »Neue Justiz«; 1951 – 53 Staatsanwalt bei der Obersten Staatsanwaltschaft bzw. beim Gen.-Staatsanwalt; Febr. 1953 leitete er die VP bei der Enteignung von Hotels an der Ostsee an (Aktion »Rose«); 1953/54 Instrukteur des Sektors Justiz der Abt. Staatl. Verw. des ZK der SED; 1954 – 61 Sektorenltr. der Abt. Staats- u. Rechtsfragen des ZK der SED; 1957 Fernstudium an der DASR Potsdam; 24.1.1962 – 1986 Gen.-Staatsanwalt der DDR (Nachf. von  Werner Funk); 1962 – 87 VDJ; maßgebl. beteiligt an der Ausarbeitung des Rechtspflegeerlasses des Staatsrats vom April 1963 u. a. gesetzgeb. Arbeit, insbes. im Strafrecht; 1963 – 87 Mitgl. des ZK der SED; 1965 Prom. zum Dr. jur. an der HU Berlin; 1976 u. 1986 KMO; 1971 VVO; 1977 Dr. jur. h. c. der FSU Jena; Juni 1986 Ruhestand.

Publ.: Vierzig Jahre pol. Mord. Berlin 1960; Entschleierte Justiz. Berlin 1962; Nur ums Strafen geht es nicht. Berlin 1976; Recht in unserer Zeit. Berlin 1976.
HME

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