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Strzodka, Klaus

* 28.8.1927, † 1.4.2005
Geologe, Rektor der Bergakademie Freiberg

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Kattowitz (Oberschles. / Katowice, Polen); Vater Eisengießer; 1933 – 44 an einer poln. Volksschule in Węngerska Górka (Beskiden), dann dt. Volksschule in Saybusch (Beskiden) u. Städt. Mittelschule in Bielitz (Beskiden), mittl. Reife; 1944 / 45 Luftwaffenhelfer, Arbeitsdienst; amerikan. Kriegsgef.
1945 – 47 zuerst Landarbeiter, ab 1946 Bergarbeiter; 1947 SED; 1947 / 48 Vorstudienanstalt der Bergakad. Freiberg, anschl. Bergbaustudium an der Bergakad. Freiberg, 1952 Dipl.-Ing.; 1953 – 54 dort wiss. Ass. am Inst. für Tagebaukunde, 1954 Prom. zum Dr.-Ing.; 1954 – 58 Produktionsltr., ab 1956 Techn. Dir. im VEB Braunkohlenwerk Friedenswacht Lauchhammer; 1958 – 63 Haupting. für Bergbau im VEB Kombinat Schwarze Pumpe; 1962 Habil. an der Bergakad. Freiberg; 1964 – 66 Dir. des Dt. Brennstoffinst. Freiberg; 1966 Prof. für Bergmännische Wasserwirtschaft u. Tagebaukunde, 1967 / 68 Dir. des Inst. für Tagebaukunde, 1969 Umberufung zum ord. Prof. für Bergbau–Tagebau (Fördertechnologie u. Tagebausysteme), 1974 – 90 Ltr. des Wissenschaftsbereichs Bergbau–Tagebau der Bergakad. Freiberg; 1974 – 77 Prodekan der Fak. für Techn. Wiss., 1976 – 82 Rektor der Bergakad. Freiberg (Nachf. von  Dietrich Rotter); 1962 Verdienter Bergmann der DDR; 1966 Mitgl. des Forschungsrats der DDR; 1976 Mitgl. der SED-BL Karl-Marx-Stadt; 1977 Korr. u. 1985 Ord. Mitgl. der AdW; 1980 VVO; 1986 NP.
1992 Abberufung als Prof. der Bergakad.; Tätigkeit als Seniorexperte u. Gutachter bei versch. Bergbauvorhaben im In- u. Ausland, Gastvorlesungen in China u. Rumänien; 1995 – 97 Prof. für Tagebautechnik am Polytechnikum Wrocław (Polen); 1993 Ehrendoktor der TU Petroşani (Rumänien) u. 1997 der Moskauer Staatl. Akad. für Geolog. Erkundung.
Hauptarbeitsgebiete: Tagebautechnik, Tagebautechnologie, Tagebauentwässerung; 286 Veröff., u. a. Mitautor des zweibändigen grundlegenden Lehr- u. Fachbuchs »Tagebautechnik«, Leipzig 1979 / 1980.

Sek.-Lit.: Walde, M.: Prof. em. Dr.-Ing. habil. Dr. h. c. K. St. – 70 Jahre. In: Ztschr. für Freunde u. Förderer der TU Bergakad. Freiberg. 4. Jg. (1997); Drebenstedt, C. (Hrsg.): Forschung u. Lehre im Tagebau. Freiberg 2003; Nachruf. In: Ztschr. für Freunde u. Förderer der TU Bergakad. Freiberg, 12. Jg. (2005).
RoV

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