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Tartler, Georg

* 23.3.1899, † 30.10.1976
Hygieniker, Bakteriologe, Rektor der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Nußbach (Siebenbürgen, Österreich-Ungarn / Măieruş, Rumänien); Vater Lehrer; 1915 – 17 Ausbildung zum Schlosser u. Dreher; 1916 – 18 Kriegsdienst in der ungar.-österr. Armee, 1918 – 19 ital. Kriegsgef.; 1922 – 26 Studium der Landw. in Gießen u. Halle, 1927 Dipl.-Landw.; 1927 – 28 Landwirtschaftslehrer in Siebenbürgen; 1928 Reifeprüfung in Gießen; 1928 – 33 Studium der Med. in Gießen u. Halle, dort 1934 Prom.; 1934 – 39 Ass. am Hygieneinst. der Univ. Halle, 1939 Habil. mit der Arbeit »Die akute Bleivergiftung«, 1941 – 45 Doz. für Hygiene u. Bakteriologie; 1933 SA, 1937 NSDAP; 1939 – 45 Hygieniker im Stabsdienst der 6. Armee; 1945 amerikan. Kriegsgef.
Ab Sommer 1945 maßgebl. beteiligt am Aufbau des bakteriolog.-serolog. Inst. in Schwerin (ab 1947 Hygiene-Zentralstelle) u. dessen erster Dir.; zugl. Seuchenkommissar für das südl. Mecklenburg; 1948 SED; nach Lehrtätigkeit an der EMAU Greifswald dort 1952 ord. Prof. u. Dir. des Inst. für Mikrobiologie u. Epidemiologie, 1954 – 58 Prorektor für Forschungsangelegenh., 1961 – 63 Dekan der Medizin. Fak., 1965 – 66 Rektor der EMAU (Nachf. von  Hans Wehrli); 1966 em.; 1962 Verdienter Arzt des Volkes; 1964 u. 1974 VVO; gest. in Greifswald.
Forschungsgebiete: Grundlagenforschung Bakteriologie u. allg. Hygiene, Epidemiologie, Bleivergiftung, Grippeätiologie, Entw. antimikrobieller Substanzen.

Publ.: Die Bedeutung der Mikrobleibestimmung für die Frühdiagnose u. Therapie der Bleivergiftung. In: Wiss. Ztschr. der EMAU Greifswald (1954) 1; Harzer Käse als Ursache von drei örtl. getrennten Typhusepidemien. In: Dt. Gesundheitswesen (1954) 14; Untersuchungen über das Verhalten v. Staphylokokken, Enterokokken, Escherichia coli u. Proteusbakterien gegenüber einigen antibiot. wirksamen Substanzen während der Jahre 1935 – 1959. In: Dt. Gesundheitswesen (1960) 6; Zusammenhänge zw. chem. Konstitution u. keimwidriger Wirkung. In: Pharmazie (1963) 18; Die manometrische Atemmessung in der chemotherapeut. Forschung: Aufgaben u. Grenzen. In: Archiv für Exp. Veterinärmed. (1967) 1.
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