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Thiessen, Peter Adolf

* 6.4.1899, † 5.3.1990
Chemiker, Vorsitzender des Forschungsrats

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Schweidnitz (Schles. / Świdnica, Polen); 1919 – 23 Chemiestudium in Breslau, Freiburg i. Br., Greifswald u. Göttingen; hier 1923 Prom.; 1926 Habil.; 1924 Assistent; 1926 Privatdoz. u. 1932 a. o. Prof. für physikal. Chemie; 1925 – 28 u. 1933 – 45 NSDAP; 1933 Abt.-Ltr. am Kaiser-Wilhelm-Inst. für physikal. Chemie; zugl. 1934 – 37 Berater des Reichserziehungsmin.; 1935 – 45 Dir. am Kaiser-Wilhelm-Inst. für physikal. Chemie in Berlin; 1937 Ltr. der Sparte Chemie des Reichsforschungsrats; 1939 Ord. Mitgl. der Preuß. AdW, 1945 Ausschl.
1945 – 56 als Spezialist in der UdSSR; Ltr. einer Gruppe dt. Forscher, die am sowj. Atomprogramm mitwirkten; 1956 Rückkehr; Wiederaufn. in die DAW u. bis 1964 Dir. des Inst. für physikal. Chemie; zugl. ord. Prof. an der HU Berlin; 1964 em.; 1957 – 65 Vors. des Forschungsrats der DDR, anschl. Ehrenvors.; Auswärt. Mitgl. der AdW der UdSSR; 1958 NP; 1959 Dr. h. c. der EMAU Greifswald; 1960 – 63 Mitgl. des Staatsrats; VVO; 1969 Ehrenspange zum VVO; Großer Stern der Völkerfreundschaft; gest. in Berlin.
Hauptarbeitsgebiete: physikal. Chemie, Kolloid- u. Elektrochemie, physikal.-chem. Grundlagen der Verfahrenstechnik.
Sek.-Lit.: Vorträge zum Festkolloquium anlässl. des 65. Geb. von P. A. Th. In: Abhandl. der DAW, Klasse Chemie (1966) 5; Eibel, Chr.: Der Physiochemiker P. A. T. als Wissenschaftsorganisator. Eine biogr. Studie. Stuttgart 1999; Kolditz, L.: P. A. Th. Zur 100. Wiederkehr seines Geburtstages. In: Sitzungsberichte der Leibniz-Sozietät (1999) 3; Laitko, H.: Strategen, Organisatoren, Kritiker, Dissidenten – Verhaltensmuster prominenter Naturwissenschaftler der DDR in den 50er u. 60er Jahren des 20. Jahrhunderts. Berlin 2009.

DiH

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