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Trolle, Lothar

* 22.1.1944
Schriftsteller

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Brücken (b. Sangerhausen / Sachsen-Anh.); Mutter Hebamme; 1963 Abitur; Handelslehre; Arbeit als Handelskfm., Transport- u. Bühnenarb.; 1966 – 70 Studium der Philos. an der HU Berlin bei  Wolfgang Heise; 1968 erstes Stück »Papa Mama«; seit 1970 freischaff. Schriftst. in Berlin (Dramatik, Übers., Hörspiele, Prosa); 1983 – 87 Mithrsg. der Ztschr. »Mikado« (zus. mit  Uwe Kolbe u.  Bernd Wagner), wichtiges nichtoffiz. Periodikum für Texte »diesseits u. jenseits des Vokabulars der Macht u. der Anpassung« von Schriftst. versch. Generationen; 1987 Hörspielpreis »Terre des Hommes« für »Jozia, die Tochter des Delegierten oder Die heilige Johanna in der Wohnküche«; Verf. von grotesken, surrealen, clownesken, kleinbürgerl. Haltungen sezierenden Theaterstücken mit nur sporad. Aufnahme an Theatern der DDR (u. a. »Greikemeier. Szenen zw. Himmel u. Erde«, 1969 – 74; »Das beispielhafte Leben u. der Tod des Peter Göhring«, mit  Thomas Brasch, 1972; »Weltuntergang Berlin I u. II«, 1980/87; »Kasper-Trilogie«, 1985) u. karg-authent. Prosatexte, u. a. Auseinandersetzung mit den Abgründen des gewöhnl. Fasch. u. der Wende.
1991 PEN-Zentrum; 1991 Hörspielpreis für »Rubinowicz«; 1991 – 93 Hausautor am Schauspiel Frankfurt (Main).

Publ.: Mikado oder der Kaiser ist nackt. Selbstverlegte Lit. in der DDR. Darmstadt 1988 (Hrsg. zus. mit U. Kolbe u. B. Wagner); Hermes in der Stadt. Theatertexte. Berlin 1991; Das Klassenfenster. Dramolette, Prosa u. a. Texte. Freising 1991; Die Baugrube. Berlin 1996; Nach dem Besuch eines Toten. Berlin 1997; Les 81 minutes de mademoiselle A. Suivi de Berlin. Paris 1997; Berlin, fin du monde. Paris 1998; Nach der Sintflut. Gesammelte Werke. Berlin 2006.
Sek.-Lit.: Mierau, F.: Der Dramatiker L. T. In: Spiele u. Spiegelungen. In: Jb. zur Lit. der DDR. Bd 7. Bonn 1990; Schalk A.: L. T. In: Krit. Lexikon zur dt.-spr. Gegenwartslit. München 1978 ff.
AnK

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