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Vallentin, Maxim

* 9.10.1904, † 2.9.1987
Regisseur, Theaterleiter

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Berlin; Vater Regisseur Richard V., Mutter Schauspielerin; 1911 – 19 Goethe-Schule Berlin, 1919/20 Berthold-Otto-Schule Berlin; 1920 Ausbildung an der Marie-Seebach-Schule des Staatl. Schauspielhauses; 1921 – 26 Engagements als Schauspieler an versch. Bühnen in Berlin u. am Schauspielhaus Zürich; 1926 KPD; 1927 Gründung u. Ltg. der Agit.-Prop.-Truppe des KJVD; Ende 1927 Umwandlung in die Agit.-Prop.-Truppe »Das Rote Sprachrohr«, Ltg. der Truppe; 1933 Emigr. in die ČSR; Mai 1935 Emigr. in die UdSSR; 1935 – 37 Oberspielltr. am Dt. Gebietstheater Dnepropetrowsk; 1936 dort Inszenierung von Kleists »Der zerbrochene Krug«; 1937/38 Regisseur am Staatstheater Engels; 1938 Denunziation, Ausschl. aus der KPD, im glei-
chen Jahr Rehabil., Wiederaufn. in die KPD;
1938 – 45 Mitarb. der dt.-spr Red. des Moskauer Rundfunks.
1945 Rückkehr nach Dtl., Weimar; nach 1946 KPD/SED; Mitbegr. der Abt. Schauspiel an der Musikschule Weimar; 1947 – 52 Intendant des Dt. Theaterinst. Weimar; Ltr. des Jungen Ensembles Weimar; Verbreitung der Methode von Konstantin Stanislawski, Hrsg. von dessen Werken in Dtl.; Inszenierung von Alexander Surows »Das grüne Signal«; 1947 Ernennung zum Prof.; 1952 – 68 Intendant des Maxim-Gorki-Theaters Berlin; 1952 dort Inszenierung von Boris A. Lawrenjows »Für die auf See«, 1954  Friedrich Wolfs »Das Schiff auf der Donau«, 1954 Maxim Gorkis »Dostigajew u. die anderen«, 1956  Johannes R. Bechers »Der Weg nach Füssen«, 1957 Maxim Gorkis »Nachtasyl«; 1955 u. 1962 NP; 1964/65 Intendant der Volksbühne Berlin; 1965 Ord. Mitgl. der AdK; 1967 Inszenierung von Maxim Gorkis »Wassa Shelesnowa«; 1976 u. 1984 VVO; gest. in Berlin.

Publ.: Das Rote Sprachrohr. Berlin 1929; Vom Stegreif zum Stück. Berlin 1949; Schriftenreihe »Bühne der Wahrheit« (Stanislawski-Schriften). Weimar 1949 ff. (Hrsg.).
BRB

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