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Verner, Waldemar

* 27.8.1914, † 15.2.1982
Chef der Seestreitkräfte der NVA, Chef der Politischen HV der NVA

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Chemnitz; Vater Metallarb., Mutter Strumpfformerin, beide in der UdSSR 1937 verhaftet, 1956 nach mutmaßl. Tod rehabil.; Bruder  Paul V.; 1920 – 28 Volksschule; Lehre als Dekorateur; 1923 kommunist. Kindergr. Chemnitz; 1929 KJVD; 1929 – 33 Dekorateur in Chemnitz u. Leipzig; 1930 KPD; 1933 Haft, März 1934 Anklage wegen »Vorber. zum Hochverrat«; auf Beschluß des ZK des KJVD in die Illegalität; als Instrukteur in Berlin u. Magdeburg; 1935 UdSSR; 1935 – 37 Lenin-Schule in Moskau (»Erich Benkert«, »Rudi«); Frühjahr 1938 nach Kopenhagen, u. a. Instrukteur für Hamburg; Mitgl. der KPD-Abschnittsltg. Nord aktiver Widerstand; Mai – Dez. 1945 Red. der »Dt. Nachrichten«; pol. Betreuung in Flüchtlingslagern.
Dez. 1945 Rückkehr nach Dtl. (SBZ); 1946/47 1. SED-Krs.-Sekr. in Hagenow; 1947 – 49 in Stralsund; 1947 – 50 Mitgl. der LL der SED; 1950 Ltr. des Amts für Information; 1950 mit deren Gründung Chef der Seepolizei bzw. der Seestreitkräfte; 1955/56 Besuch der Seekriegsakad. in Leningrad; 1957 – 59 Chef der Seestreitkräfte der NVA (Nachf. von  Felix Scheffler); 1959 gegen seinen Willen abgelöst; 1959 – 79 Stellv. des Min. u. Chef der Pol. HV der NVA (Nachf. von  Rudolf Dölling); 1961 Admiral; 1954 Kand. des ZK; 1963 Mitgl., 1974 – 78 Vors. des ASV »Vorwärts« (Nachf. von Arno Mücke); 1966 Scharnhorstorden; 1969 VVO; 1970 Kampforden; 1974 KMO; 1978 aus dem aktiven Wehrdienst entlassen; 1979 Gen.-Sekr. des DDR-Komitees für die KSZE; Ehrenspange zum VVO; 1981 Abg. der Volkskammer; gest. in Berlin.

Sek.-Lit.: Hagemann, F.: W. V. – »Der Rote Admiral«. In: Ehlert, H., Wagner, A. (Hrsg.): Genosse General! Die Militärelite der DDR in biogr. Skizzen. Berlin 2003.
MFS

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