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Wagener, Hermann

* 4.5.1921, † 30.1.1994
Verkehrsökonom, Rektor der Hochschule für Verkehrswesen Dresden

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Hannover, aufgew. in einer antifasch. Arbeiterfam.; 1928 – 36 Schulbesuch in Hannover, anschl. Lehre als Kupferschmied; 1939 / 40 Industrietätigkeit als techn. Zeichner u. Aufnahme eines techn. Fernstudiums; 1941 zur Wehrmacht eingezogen, gleichzeitig Maschinenbaustudium an der Ingenieurschule Weimar u. Aue, dort 1945 Abschluß; 1945 – 48 sowj. Kriegsgef., Antifaschule.
1949 / 50 Betriebsass. bzw. Fertigungsltr. in der Möbelfabrik Zeulenroda; 1949 SED; Herbst 1950 Aufnahme eines Studiums an der DVA »Walter Ulbricht« in Forst Zinna, dort 1952 Dipl.-Gesellschaftswiss. u. Lehrtätigkeit; 1953 Doz. für Ökonomik der Wirtschaftszweige an der HfV Dresden, dort 1954 Prom. mit der Arbeit »Die besonderen Probleme der techn. Arbeitsnormung im Werkstättenteil der Bahnbetriebswerke«, 1954 – 56 Prorektor für Studienangelegenh., 1956 Prof. für Ökonomik der Arbeit u. Ltr. der Fachrichtung Ökonomik des Transportwesens; 1959 Habil. mit einer Studie zur Arbeitsproduktivität im Eisenbahnwesen, 1962 Dir. des Inst. für komplexe ökon. Transportprobleme; 1964 / 84 Mitglied des Forschungsrats; 1964 – 68 Prorektor für Gesellschaftswiss. u. 1968 – 73 Rektor der HfV, ab 1973 Dir. des Industrieinst.; ab 1981 Mitgl. des Kollegiums des Min. für Verkehrswesen; 1984 aus gesundheitl. Gründen vorzeitig em.; 1967 VVO, 1969 NP, 1971 Dr.h.c. des Polytechnikums Szczecin; gest. in Berlin.
W. war einer der führenden Verkehrswissenschaftler der DDR u. beschäftigte sich in seinen arbeitsökon. Untersuchungen mit Fragen des Arbeitslohns, der Arbeitsproduktivität u. der allg. Ökonomik des Transportwesens.

Publ.: Die Arbeitsproduktivität im Eisenbahnwesen der DDR. Berlin 1960, Grundlagen der Ökonomik des Transport- u. Nachrichtenwesens. Berlin 1960 (mit. G. Rehbein); Ökonomik der Arbeit in der DDR. Berlin 1962; Ökonomik der Arbeit im Transportwesen der DDR. Berlin 1965.
DiH; AnH

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