Biographische Datenbanken

Wagner, Kurt

* 31.7.1904, † 8.7.1989
Stellv. Minister für Verteidigung

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Chemnitz; Vater Klempner u Gasbeleuchter; Volksschule in Chemnitz, anschl. drei Jahre Fortbildungsschule; Ausbildung zum u. Arbeit als Steinmetz in Chemnitz; 1919/20 Ausbildung zum Elektroinstallateur; 1920 – 22 Metallschleifer, Monteur u. Weber; 1923 Mitgl. der Gewerkschaft; 1925/26 Monteur in Chemnitz; 1926/27 arbeitslos; 1927 – 33 Arbeiter u. Steinsetzer bei der Straßenbahn in Chemnitz; Dez. 1932 KPD; ab April 1933 arbeitslos; illeg. Arbeit als Kurier; dann Pol.-Ltr. der KPD Chemnitz-Nord; später Org.-Sekr. der illeg. KPD-BL Chemnitz; März 1935 verhaftet, Juli 1935 vom VGH Berlin wegen »Hochverrats« zu zehn Jahren Zuchthaus verurteilt, bis April 1945 Haft im Zuchthaus Waldheim, davon sechs Jahre Einzelhaft.
Mai – Aug. 1945 Ltr. der Kriminalpolizei in Chemnitz; Aug. 1945 – Aug. 1946 Polizeipräs. von Leipzig; Aug. 1946 – Okt. 1949 Vize-
präs. der DVdI; Okt. 1949 – Okt 1950 mili-
tär. Sonderlehrgang in Privolsk (UdSSR);
Okt. 1950 – Dez. 1951 Ltr. der Polizeibereitschaft Brandenb. (Havel), VP-Inspekteur; Dez. 1951 – Nov. 1955 u. a. Chef der Verw. Operativ im Stab der KVP, Chefinspekteur, 1952 Gen.-Major; Mitgl. der zentr. PKK der KVP; Nov. 1955 – Dez. 1957 sowj. Gen.-Stabsakad.; dort Abitur; dann Studium der Militärwiss., Dipl. rer. mil.; Dez. 1957 – Aug. 1959 Chef des Militärbez. Leipzig (Militärbez. III) (Nachf. von  Fritz Streletz); Aug. 1959 – Febr. 1967 stellv. Minister für Verteidigung (Nachf. von  Hermann Rentzsch); 1961 Gen.-Ltn.; 1966 Gen.-Oberst; 15.8. 1967 Ruhestand; 1967 – 89 Präs. des Sportverb. Moderner Fünfkampf; 1969 VVO; Scharnhorstorden u. KMO; gest. in Berlin.

Sek.-Lit.: Drews, M., Stoll, M.: Soldaten der ersten Stunde. Fünf Lebensbilder. Berlin 1981; Rogg, M.: K. W. – Steinsetzer, Strafgefangener, Stellv. des Verteidigungsministers. In: Ehlert, H., Wagner, A. (Hrsg.): Genosse General! Berlin 2003.
BRB; HME

© Die Urheberrechte am Lexikon und aller seiner Teile liegen beim Ch. Links Verlag. Die Weiterverwendung von Biographien oder Abschnitten daraus bedürfen der Zustimmung des Verlages.
Redaktionsschluss: Oktober 2009. Eine kontinuierliche Aktualisierung der Biographien kann von den Herausgebern nicht gewährleistet werden. Soweit bekannt, werden Sterbedaten in regelmäßigen Abständen nachgetragen. Änderungs- und Korrekturwünsche werden von den Herausgebern des Handbuches geprüft und ggfl. eingearbeitet.
Ch. Links Verlag, Schönhauser Allee 36, 10435 Berlin, Tel. 030- 44 02 32-0, mail@christoph-links-verlag.de

Zum Abkürzungsverzeichnis