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Wagner, Siegfried

* 3.3.1925, † 2.8.2002
Leiter der Abteilung Kultur des ZK der SED, Vorsitzender des Staatlichen Komitees für Unterhaltungskunst

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Hildesheim; Vater Orchestermusiker; Volksschule, 1943 Abitur; 1943/44 Wehrmacht; 1944 – 46 amerik. Kriegsgefangenschaft.
1946 in Hildesheim u. Übersiedl. nach Greiz (Thür.); Bauhilfsarb.; 1946 1. Sekr. der FDJ-KL Greiz; SED; 1947 – 49 Studium der Ges.-Wiss. in Leipzig; zugl. Parteisekr. der Univ. Leipzig; 1950 – 52 Instrukteur für Volksbildung in der Abt. Kultur, Ltr. des Sektors Unterricht u. Erziehung; 1952 – 57 Sekr. für Kultur u. Volksbildung der SED-BL Leipzig; Abg. des Bez.-Tags Leipzig; 1953 – 56 Fernstudium an der PHS; ab 1958 Mitgl. des Präs.-Rates des KB; 1957 – 66 Ltr. der Abt. Kultur im ZK der SED (Nachf. von  Hans Riesner), abberufen wegen angebl. liberaler Haltung gegenüber Künstlern; 1966 – 69 Ltr. der HV Film im Min. für Kultur, abberufen aus angebl. ideolog. Gründen; 1969 – 84 stellv. Minister für Kultur, zuständig für kulturelle Massenarbeit, Museen u. Denkmalspflege; seit den 1970er Jahren beim MfS als IME »Meister« erf.; Mitgl. der Jugendkommission beim PB des ZK der SED; 1975 Med. für Waffenbrüderschaft u. »Erinnerungsabzeichen 25 Jahre MfS«; 1978 – 84 Vors. des Staatl. Komitees für Unterhaltungskunst; 1979 VVO; 1984 Ruhestand; 1984 – 89 Vors. der Wartburgstiftung; 1987 – 89 Mitgl. der Arbeitsgr. Kabarett beim Min. für Kultur (zus. mit  Gisela Oechelhaeuser,  Otto Stark, Matthias Wedel); Nov. 1989 Austritt aus der SED; Rentner; gest. in Berlin.

BRB

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