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Bork, Kurt

* 27.8.1906, † 25.9.1975
Stellv. Kulturminister

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Berlin; Vater Straßenbahnschaffner, Mutter Plätterin; 1920 – 23 Ausbildung zum Kfm. in Berlin; seit 1920 in der kommunist. Jugendbew. aktiv; 1921 Mitgl. der Volks-
bühne u. einer kommunist. Agitprop-Truppe;
1923 – 40 kfm. Angest. bei der Lagerhaus Spreehof GmbH, 1940 – 45 dort Geschäftsf.; 1932 KPD.
1945/46 Ltr. des Kulturamts Berlin-Lichtenberg; 1946 KPD/SED; 1946 – 49 Mitarb. der Abt. Volksbildung beim Magistrat von Groß-Berlin, zunächst im Referat Theater, dann Hauptamtsltr. Darstellende Kunst; 1949 – 51 Hauptref. für Theater im Min. für Volksbildung (Kommission für Theaterfragen); 1951 – 54 Ltr. der Abt. Darstellende Kunst in der staatl. Kommission für Kunstangelegenh.; Doz. an der Film-HS Babelsberg; 1952 Lehrgang an der DVA; 1954 – 58 Ltr. der HA Darstellende Kunst, 1959 – 62 Abt.-Ltr. im Min. für Kultur, dort Mitgl. der ZPL; 1962 – 73 stellv. Min. für Kultur, bis 1969 zuständig für Theater, Musik, Bildung, Kunst, schul. Einrichtungen u. Veranstaltungswesen; 1962 – 68 Mitgl. des ZV der Gewerkschaft Kunst; 1966 – 71 Vorst.-Mitgl. des Verb. der Theaterschaffenden; 1968 Weiterbildungslehrgang am IfG; wichtiger Förderer v. a. der Berliner u. Leipziger Theater, insbes. des Berliner Ensembles u. der Komischen Oper; in einer zunehmend restriktiveren Phase der Kulturpol., nach Ablehnung seiner beabsichtigten Theaterreform durch das PB der SED u. im Ergebnis kulturpol. Diskussionen nach dem Prager Frühling verlor er das Theaterressort; ab Febr. 1969 Übernahme des Ressorts Bildende Kunst, Denkmalspflege u. Internat. Beziehungen im Min. für Kultur; Jan. 1973 als stellv. Kulturminister abgelöst (offiz. aus Altersgründen); Vors. des Kuratoriums des Kulturfonds der DDR; gest. in Berlin.

BRB

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