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Weigel, Hansjörg

* 15.3.1943
Bürgerrechtler

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Chemnitz; Vater Beamter im Strafvollzug; 1949 – 57 Grundschule in Königswalde, 1957 – 59 Mittelschule in Werdau, Mittl. Reife; 1959 – 61 Ausbildung zum Kfz-Elektriker, FDJ-Gruppensekr. im Ausbildungsbetrieb; 1961 – 90 berufstätig in einer PGH in Werdau; 1963 Verweigerung des Wehrdienstes, 1966/ 67 Bausoldat; ehrenamtl. Gemeindearbeit im Sinne christl. Friedenserziehung; 1973 maßgebl. Gründungsinitiator des Christl. Friedensseminars Königswalde, das zweimal jährl. Veranstaltungen mit krit. Diskussionen zu spezifischen polit. Themen durchführte u. für die DDR-Friedensbewegung eine Vorreiterfunktion besaß; intensive Bearbeitung durch das MfS (OV »Spaten II«), 1980 drei Monate U-Haft wegen »staatsfeindl. Hetze«, Verurteilung zu 18 Mon. Gefängnis, nach Protesten der Kirchenltg. Aussetzung der Strafe zur Bewährung, Verzicht auf das Angebot der staatl. Behörden, in die Bundesrep. Dtl. überzusiedeln; 1984 – 96 Mitgl. der Sächs. Landessynode.
Seit 1990 Stadtrat in Werdau, zunächst für einen parteipolit. unabh. »Bürgerrat«, seit 1999 für die SPD; seit 1992 Geschäftsf. im alten Betrieb; 1999 Bundesverdienstkreuz.

Publ.: »Man wandelt nur das, was man annimmt«. In: Jesse, E. (Hrsg.), Friedl. Rev. u. dt. Einheit. Berlin 2006.
Sek.-Lit.: Kluge, M.: Das Christl. Friedensseminar Königswalde bei Werdau. Leipzig 2004; Jesse, E. (Hrsg.): Friedl. Rev. u. dt. Einheit. Berlin 2006; Jander, M.: H. W. In: Kowalczuk, I.-S., Sello, T. (Hrsg.): Für ein freies Land mit freien Menschen. Opp. u. Widerstand in Biogr. u. Fotos. Berlin 2006.
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