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Weihrauch, Otto

* 14.2.1898, † 5.3.1966
Oberbürgermeister von Cottbus

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Oberaltstadt (Krs. Trautenau, Österr. / Horní Staré Město, Tschechien); Vater Schneider; Volksschule; Lehre als Buchdrucker; 1917 Militärdienst in der österr. Armee; 1919 Dt. Sozialdemokrat. Arbeiterpartei in der ČSR; 1920 wg. »linker Abweichungen« ausgeschlossen; Mitbegr. der KPČ-Ortsorg. in Gartitz (Krs. Aussig), 1921 Mitgl. der KPČ-BL Aussig (Ústí nad Labem); 1926 Red. des komm. Tageblatts »Internationale« in Aussig; vier Monate Kerker wg. »Organisierung bewaffn. Ordnerformationen«; 1928 Teiln. am 6. Weltkongreß der KI in Moskau; 1934 Buchdrucker u. Korrektor in der Arbeiterdruckerei »Grafia« in Prag; 1938 Oberbuchhalter im E-Werk Trautenau, nach der Besetzung der ČSR antifasch. Widerstand (Sabotageakte am Nieder- u. Hochspannungsnetz).
1945 Ltr. des E-Werkes Trautenau; Ende 1945 Umsiedl. nach Luckenwalde; Mitarb. in der KPD-KL, Abt. Wirtschaft; anschl. Geschäftsf. der Gesell. für Spinnstoffe in Luckenwalde; April 46 amt. OB von Cottbus, 1946 – 49 OB von Cottbus; Anfang Dez. 1949 in Potsdam verhaftet u. am 19.6.1950 wg. »Finanzmanipulationen, unterlassener Meldepflicht u. persönl. Bereicherung« zu 10 Jahren Zuchthaus und 10.000 Mark Geldstrafe verurteilt, 31.3.1956 aus der Haft entlassen; gest. in Bad Doberan.

AnH

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Redaktionsschluss: Oktober 2009. Eine kontinuierliche Aktualisierung der Biographien kann von den Herausgebern nicht gewährleistet werden. Soweit bekannt, werden Sterbedaten in regelmäßigen Abständen nachgetragen. Änderungs- und Korrekturwünsche werden von den Herausgebern des Handbuches geprüft und ggfl. eingearbeitet.
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