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Weikert, Martin

* 29.7.1914, † 28.4.1997
Stellv. Minister für Staatssicherheit

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Spittelgrund (Krs. Reichenberg, Ostböhmen / Dolní Sedlo, Tschechien); Vater Schuhmacher, Mutter Textilverarb.; Volks- u. Gewerbl. Fortbildungsschule; 1929 – 32 Ausbildung u. Arbeit als Zimmermann; KJVC-Sekr. in Grottau-Kratzau; 1933 arbeitslos; illeg. Grenzarbeit; 1934/35 Internat. Lenin-Schule in Moskau; 1935 KPČ; KJVČ-Sekr. für Nord- u. Ostböhmen; 1937/38 Soldat; 1939 Flucht in die UdSSR; Lehre u. Arbeit als Schlosser in Stalingrad, ab 1941 in Kasachstan; 1942 – 44 Speziallehrgang in Ufa u. Moskau; ab Sept. 1944 Funker des Hauptstabs der Partisanen in der Slowakei; 1945/46 Mitarb. des ZK der KPČ in Prag.
1946 Umsiedl. nach Halle; 1946 Personalltr., 1947 Ltr. des Dezernats K 5 (Pol. Polizei); 1949 wieder Personalltr. der Polizei Sachsen-Anh.; 1949 Ltr. der Länderverw. zum Schutz der Volkswirtschaft Sachsen-Anh. (ab Feb. 1950 Länderverw. für Staatssicherheit); 1952 Gruppenltr. im MfS Berlin; 1.1.1953 Stellv. des Ministers für Staatssicherheit (Juli 1953 bis Nov. 1955 des Staatssekr.); dazw. April – Juni 1955 kommissar. Ltr. der HA I (Abwehr in der KVP); 1956/57 zugl. Ltr. der BV Groß-Berlin; 1.11.1957 Ltr. der BV Erfurt (Nachf. von  Wilhelm Gaida); 1963 – 82 Mitgl. der SED-BL Erfurt; 1974 VVO; 1976 Gen.-Ltn.; 1982 Rentner; 1984 KMO; 1989 Stern der Völkerfreundschaft; gest. in Erfurt.

Sek.-Lit.: Thürk, H.: Das Leben eines Kämpfers. M. W. erinnert sich. Leipzig 1988.
JeG

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