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Welk, Ehm (eigtl.: Emil Welk)

(Ps. Thomas Trimm)
* 29.8.1884, † 19.12.1966
Schriftsteller, Journalist

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Biesenbrow (b. Angermünde); Vater Landwirt; 1903 Volontär u. Hilfsred. der »Stettiner Abendpost«; anschl. Seefahrt; danach journalist. tätig; 1922 aus dem Reichsverb. der Dt. Presse ausgeschlossen aufgrund seiner pazifist. Haltung; ab 1923 als Schriftst. in Berlin; 1926 aufsehenerregendes Drama »Gewitter über Gotland«; ab 1928 Chefred. der Ztg. »Grüne Post«; 1934 KZ (Oranienburg) Sachsenhausen wegen eines gegen Joseph Goebbels gerichteten Leitartikels; zeitw. Schreibverbot; 1937 Erfolgsroman »Die Heiden von Kummerow«; Übersiedl. nach Neukirchen (b. Stettin); 1938 »Die Lebensuhr des Gottlieb Grambauer«, 1943 »Die Gerechten von Kummerow«.
1945/46 KPD/SED; 1945 Begründ. des KB in Ueckermünde; Sachbearb. im Landratsamt; 1945 – 49 in Mecklenb. Mitarb. im Min. für Volksbildung; gründete sechs VHS in Mecklenb.; Dir. der VHS in Schwerin; ab 1949 PEN-Zentrum Dtl., dann PEN-Zentrum Ost-West; ab 1950 freischaff. in Bad Doberan; veröff. u. a. »Mein Land, das ferne leuchtet« (1952), »Mutafo oder das Ding, das durch den Wind geht« (1955); 1954 NP; 1954 Ehrenbürger von Bad Doberan u. Angermünde; Mitgl. der DAK; 1956 Dr. h. c. der EMAU Greifswald; 1959 VVO; Dt. Friedensmedaille; 1964 Prof.; Mitgl. des Wiss.-Künstler. Rats beim Min. für Kultur; gest. in Bad Doberan.

Sek.-Lit.: Reich, K.: E. W. Stationen eines Lebens. Rostock 1976; Schürmann, M.: Der Hammer will gehandhabt sein. Untersuchungen zum literar. Nachkriegsschaffen E. W.s (1945 – 1966). Frankfurt (Main) u. a. 2001; Rösler, R.: »Ich bin ein politischer Mensch, aber keine Kämpfernatur?« E. W. u. sein Verhältnis zur Macht (1933 – 1953). In: Fallada-Jahrbuch, Bd. 5. Neubrandenburg 2006; Reich, K.: E. W. Der Heide von Kummerow. Die Zeit, das Leben. Rostock 2008.
BRB

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