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Welskopf, Elisabeth Charlotte

geb. Henrich (als Schriftst.: Welskopf-Henrich
* 15.9.1901, † 16.6.1979
Historikerin, Schriftstellerin

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in München; Vater Rechtsanwalt; Abitur am humanist. Gymnasium; 1921 – 25 Studium der Alten Geschichte, Rechtswiss., Ökon. u. Philos. an der Univ. Berlin; seit 1923 schriftsteller. tätig; 1925 Prom.; 1925 – 27 Betriebsstatistikerin; 1928 – 45 Ref. im Statist. Reichsamt; 1943 – 45 aktiv im Widerstand gegen das NS-Regime.
Mai 1945 – Juli 1946 Verw.-Referentin im Bez.-Amt Berlin-Charlottenburg; 1946/47 Handlungsbevollm. in der Baustoff-Beschaffung-GmbH; 1946 KPD / SED; 1949 – 52 Aspirantin an der HU Berlin; 1952 – 59 Doz.; 1959 Habil. mit einer Arbeit über Muße im alten Hellas; 1960 Prof. mit Lehrauftrag; 1961 Ltr. der Abt. Geschichte des Altertums am Inst. für Allg. Geschichte der HU Berlin; 1962 – 72 Mitgl. des Präs. der Historikerges. u. Ltr. der Fachgr. Alte Geschichte; 1964 als erste Frau Ord. Mitgl. der DAW; 1966 Em.; 1958 u. 1961 VVO; 1972 NP; gest. in Garmisch-Partenkirchen.
L. W.-H. gehörte zu den ersten marxist. Altertumsforschern in der DDR, ihre vornehml. Forschungsthemen waren: Produktionsverhältnisse im Alten Orient u. in der griech.-röm. Antike, soziale Gruppen- u. Typenbegriffe, die hellen. Poleis; v. a. mit ihren Indianerbüchern (»Die Söhne der großen Bärin«; »Nacht über der Prärie«; »Licht über weißen Felsen« u. a.) wurde L. W.-H. auch als Kinder- u. Jugendbuchautorin internat. bekannt.

Publ.: Die Produktionsverhältnisse im Alten Orient. Berlin 1957; Die Muße als Problem
Sek.-Lit.: Stark, I. (Hrsg.): E. Ch. W. u. die Alte Geschichte in der DDR. Stuttgart 2005.
ISK

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