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Böttcher, Jürgen

(Ps. Strawalde)
* 8.7.1931
Maler, Regisseur für Dokumentarfilme

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Frankenberg (Sachsen); aufgew. in Strahwalde (Oberlausitz).
1949 – 53 Studium der Malerei an der HS für bildende Künste Dresden, 1951 – 53 bei  Wilhelm Lachnit; 1953 – 55 freischaff. in Dresden; Lehrer an der VHS in Dresden; an seinen Zeichenkursen nahmen u. a.  A. R. Penck, Peter Graf u. Peter Herrmann teil; 1955 – 60 Regiestudium an der HS für Filmkunst Potsdam-Babelsberg; 1960 – 91 Regisseur im DEFA-Studio für Dok.-Filme Berlin; 1975 erste Personalausstellung Ateliergemeinschaft Erfurt, in den nächsten Jahren Ausstellungen in Berlin, Dresden u. Karl-Marx-Stadt; 1974 Kunstpreis der DDR; 1975 Kunstpreis des FDGB; 1979 NP; Filmretrospektiven 1986 in Paris (Centre Pompidou), 1988 Edinburgh 42nd Internat. Filmfestival, 1989 Frankfurt (Main), Filmmuseum; 1989 Mitgl. der AdK (West).
Als Regisseur genauer Beobachter des Unspektakulären u. Alltägl., Thema ist der arbeitende Mensch; 2001 Verdienstkreuz 1. Kl.; 2006 Berlinale Kamera-Preis.
Filme: Drei von vielen (1961, verboten), Ofenbauer (1962), Stars (1963), Barfuß u. ohne Hut (1964), Jahrgang 45 (1965, 1966 verboten), Der Sekretär (1967), Wäscherinnen (1972), Martha (1978), Potters Stier/Venus nach Giorgione/Frau am Klavichord (1981), Rangierer (1984), Kurzer Besuch bei Hermann Glöckner (1984), Die Küche (1987), In Georgien (1987), Die Mauer (1990); Konzert im Freien (2001).

Sek.-Lit.: Muschter, G.: Strawalde. In: Sybille (1989) 3; Kat. Strawalde. Festspielgalerie. Berlin 1990; Kat. Strawalde. Galerie im Kabinett. Berlin 1992; Gebrochene Glut (Film, 2005); Joch P. (Hrsg.): St. – Bilder bis heute. Kat. Darmstadt 2007.
AnS

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