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Werner, Ernst

* 20.11.1920, † 15.2.1993
Historiker, Rektor der Karl-Marx-Universität Leipzig

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Tyssa (ČSR / Tisá, Tschechien); Vater Angest.; 1940 Abitur an der Wirtschafts-OS Bodenbach; 1941 – 45 Soldat in der Wehrmacht.
1945 – 46 Neulehrer im Krs. Dippoldiswalde (Sachsen); 1946 – 51 Studium der Geschichte, Germanistik u. Latein. Sprache an der Univ. Leipzig; SED; 1951 – 54 Lehrauftrag an der Univ. Leipzig; 1952 Prom. mit der Arbeit »Die gesellsch. Grundlagen der Klosterreform im 11. Jh.« (Berlin 1953); 1954 – 56 Oberassistent; 1955 Habil. mit Studien zu sozial-religiösen Bew. im Zeitalter des Reformpapsttums (Pauperes Christi, Leipzig 1956); 1956 – 57 Doz. für allg. Geschichte des Mittelalters; 1956 – 62 Mitgl. der SED-Univ.-Parteiltg.; 1957 – 59 Prof. mit Lehrauftrag; 1959 – 61 Prof. mit vollem Lehrauftrag; 1961 – 86 ord. Prof.; 1960 – 64 Prorektor für den wiss. Nachwuchs; 1966 NP; 1967 – 69 Rektor der KMU Leipzig; 1967 – 75 Mitgl. der SED-KL an der KMU Leipzig; 1971 Ord. Mitgl. der Sächs. AdW; 1973 Ord. Mitgl. der AdW; 1985 Dr. h. c. der KMU Leipzig; gest. in Leipzig.
E. W. gilt als Begründer der marxist. Mediävistik in der DDR u. internat. anerkannter Vertreter eines universalhist. Ansatzes in der Forschung zur Geschichte des Mittelalters.

Publ.: Die Geburt einer Großmacht – Die Osmanen. Berlin 1966; Zw. Canossa u. Worms. Berlin 1973; Geschichte der Türken. Berlin 1978 (mit W. Markov); Jan Hus. Weimar 1991.
ISK

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