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Wieland, Günther

* 16.4.1931, † 13.1.2004
Vorsitzender der Schiedskommission der SED/ PDS

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Oberlungwitz (Sachsen); Vater Arbeiter; 1937 – 45 Volksschule; 1945 – 48 Ausbildung als Anwaltsgehilfe; 1945 Antifa-Jugendaussch.; 1946 FDJ; 1949 SED; 1949 – 52 ABF in Chemnitz u. Greifswald, 1952 Abitur; 1952 – 56 Studium der Rechtswiss. an der HU Berlin, Dipl.-Jur.; 1956 – 63 Staatsanwalt im Bez. Karl-Marx-Stadt; 1963 – 90 beim Gen.-Staatsanwalt der DDR, dort mit der Verfolgung von NS- u. Kriegsverbrechern befasst; 1989 Prom. zum Dr. jur. an der HU Berlin mit der Diss. »Das war der VGH.« (Berlin 1989); Dez. 1989 – 93 Vors. der Schiedskommission der SED/PDS bzw. PDS.

Publ.: Recht in unserer Zeit. Berlin 1986; Der Jahrhundertprozeß von Nürnberg. Berlin 1986; System der NS-Konzentrationslager 1933 – 39. Berlin 1993 (zus. mit K. Drobisch); MfS-Operativvorgang »Teufel«. »Euthanasie«-Arzt Otto Hebold vor Gericht. Berlin 1996 (zus. mit J. Hohmann); Die Ahndung von NS-Verbrechen in Ostdtl. 1945 – 1900. In: Rüter, C. F. (Hrsg.): DDR-Justiz u. NS-Verbrechen. Amsterdam 2002; Naziverbrechen u. dt. Justiz. Berlin 2002.
HME

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