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Wildführ, Georg

* 30.8.1904, † 4.6.1984
Hygieniker, Mikrobiologe

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Hannover-Linden; Vater Werkmstr.; 1911 – 23 Realgymnasium in Hannover, Abitur; zwischenzeitl. Lehrerseminar in Einbeck; kfm. Volontär in Hannover; 1923 – 25 Studium der Architektur in Hannover; 1925 – 31 Studium der Med. in Göttingen u. Berlin; 1931 St.-Ex.; 21.7.1931 Prom. zum Dr. med.; 1928 – 33 SPD; 1932/33 Assistent an Krankenhäusern in Berlin u. Hannover; 1933/34 Oberassistent am Hygieneinst. in Gelsenkirchen; 1934 – 36 Oberarzt am Staatl. Medizinaluntersuchungsamt Hannover; 1936 Amtsarztexamen; 1936/ 37 Ltr. des bakteriolog. Laboratoriums u. der techn. Assistentenschule am St. Elisabeth-Krankenhaus in Köln; 1937 – 45 Ltr. der bakteriolog.-serolog. Abt. u. der Forschungsabt. des Sächs. Serumwerkes in Dresden; 8.11.1943 habil. an der TH Dresden über Toxinbildung bei Gasödem-Bazillen.
1945 – 47 Ltr. des Hygieneinst. in Dresden; 1946 – 49 ord. Prof. für Hygiene u. Dir. des Hygieneinst. der TH Dresden; 1947 – 70 ord. Prof. für Hygiene an der Univ. Leipzig u. Dir. des Hygieneinst., später des Inst. für Med. Mikrobiol. u. Epidemiol.; in Personalunion Ltr. der Leipziger Zentralstelle für Hygiene u. später des Bez.-Hygieneinst. bis 1976; 1949 SED; anschl. CDU; 1957/58 Ärztl. Dir. u. 1. stellv. Dir. der Kliniken der KMU Leipzig; 1961 – 65 hier Dekan der Med. Fak.; 1969 em.; 1970 – 73 Präs. der Ges. für die gesamte Hygiene (Nachf. von Karl-Heinz Renker); 1962 NP; gest. in Leipzig.

Publ.: Über Chorea minor u. Tic. Göttingen 1931; Studien zur Frage des Toxinbildungsvermögens der Gasödem-Bazillen in künstl. Nährboden. o. O. 1943; Med. Mikrobiol., Immunol. u. Epidemiol. 2 Bde. Berlin 1959 – 61.
RaS; HME

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