Biographische Datenbanken

Willner, Herbert

* 1.7.1926
Agent der Hauptverwaltung Aufklärung des MfS in der FDP

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Dairen (China), ab 1929 aufgew. in Wiesbaden; Vater Außenhandelskfm.; 1932 – 36 Volksschule, 1936 – 39 Realgymnasium in Wiesbaden; 1939 Umzug nach Dresden, dort 1939 – 43 Oberschule, Kriegsabitur; 1943 Notdienstverpflichtung zur HJ; 1944 Einberufung zur Waffen-SS, Einsatz in Oberschles.; 1945 – 49 sowj. Kriegsgef.
1949 Rückkehr nach Dresden; 1950 dort Abitur; 1950 – 89 SED; 1950 – 52 Stud. an der
Fak. für Journalistik der KMU Leipzig, exmatrik. wg. verspäteter Angabe der Zugehörigkeit zur Waffen-SS; dann tätig als Maschinenarb. u. Berufsabschl. als Spitzendreher; 1957 – 59 Fortsetzung des Stud., Dipl.-Journ.; 1959 Red. im Auslandsressort der Gewerkschaftsztg. »Tribüne«; Febr. 1959 – Apr. 1985 IM »Stamm« der HV A, Abt. III (zul. XI) des MfS; 1961 »Republikflucht«; ab 1961 Red. beim Nachrichtenmagazin »Der Spiegel« in Hamburg; 1963 FDP; 1965 in Bonn Red. in der Presseabt. der FDP-Bundesgeschäftsstelle, Verfasser von allg. Parteiinf., dann verantw. Red. des Sicherheitspolit. Pressedienstes der FDP; 1969 – 85 Zuarb. u. Redeentwürfe u. a. für die Bundesminister Walter Scheel u. Hans-Dietrich Genscher sowie FDP-Generalsekr. Günter Verheugen; 1971 Wechsel zur polit. Abt. der FDP-Bundesgeschäftsstelle, dort Fachreferent u. Geschäftsf. der FDP-Bundesfachaussch. für Außen-, Europa- u. Deutschlandpol., für Sicherheits- u. Verteidigungspol. sowie für Entwicklungspol.; Mitgl. der Arbeitsgr. »Deutschlandpol.« der FDP-Bundestagsfraktion; ab 1979 mit gleicher Aufgabenstellung in der Grundsatzabt. der Friedrich-Naumann-Stiftung; 1985 wg. des Verdachts der Enttarnung in die DDR zurückgezogen; VVO in Gold; ab 1987 in Wandlitz (Brandenb.); 1987 – 89 publ. Arbeiten für die HV A, zul. Oberst; seit 1990 Rentner.
W. galt als Spitzenquelle des MfS in der FDP.

Publ.: »Delikatessen« aus Cádiz. In: Eichner, K.; Schramm, G.: Der Botschaftsflüchtling u. andere Agentengeschichten. Berlin 2006; Als Ghostwriter Verheugens. In Eichner, K., Schramm, G.: Top-Spione. Berlin 2008.
WoH

© Die Urheberrechte am Lexikon und aller seiner Teile liegen beim Ch. Links Verlag. Die Weiterverwendung von Biographien oder Abschnitten daraus bedürfen der Zustimmung des Verlages.
Redaktionsschluss: Oktober 2009. Eine kontinuierliche Aktualisierung der Biographien kann von den Herausgebern nicht gewährleistet werden. Soweit bekannt, werden Sterbedaten in regelmäßigen Abständen nachgetragen. Änderungs- und Korrekturwünsche werden von den Herausgebern des Handbuches geprüft und ggfl. eingearbeitet.
Ch. Links Verlag, Schönhauser Allee 36, 10435 Berlin, Tel. 030- 44 02 32-0, mail@christoph-links-verlag.de

Zum Abkürzungsverzeichnis