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Braband, Jutta (Judith)

* 13.3.1949
Bürgerrechtlerin

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Barth, aufgew. in Stralsund; Vater Bauing., Mutter Polizeioffz; 1965 – 67 Berufsausbildung zum Industriekfm.; 1967 Abitur an der VHS, anschl. Sachbearb. in einem Stralsunder, dann Berliner Betrieb; 1967 SED; 1969 Studienbeginn an der FS für Außenwirtschaft in Berlin, 1972 Exmatrikulation aus pol. Gründen unter dem Vorwand mangelnder Studienintensität, 1972 – 75 »Bewährung in der Prod.« als Sachbearb., später wiss. Mitarb. in einem Berliner Betrieb; 1975 externer Studienabschl.; 1971 – 75 vom MfS als IM erf., selbst beendet, Sept. 1991 freiw. offengelegt; 1975 autodidakt. Ausbildung u. freiberufl. Tätigkeit als Textil- u. Modedesignerin; seit 1975 Kontakte zu opp. Gruppen, 1979 Austritt aus der SED; Verhaftung nach einer Unterschriftensammlung gegen den Ausschl. krit. Autoren aus dem SV, April 1980 Verurteilung zu neun Mon. Freiheitsstrafe wegen »ungesetzlicher Verbindungsaufnahme« zum Soz. Osteuropakomitee u. zur Initiative gegen Berufsverbote in beiden Teilen Dtl.; 1982 Mitgl. des VBK; Dez. 1989 Mitgl. der Vereinigten Linken (VL) u. des Unabh. Frauenverb. (UFV), erste Geschäftsf. (bis März 1990) u. Vertreterin der VL am Zentr. u. am Berliner Runden Tisch.
Dez. 1990 – April 1992 Abg. des Dt. Bundestags, auf der Liste der PDS, das Mandat infolge der Diskussion um ihre frühere Tätigkeit für das MfS zurückgegeben; seit 1993 Mitgl., 1997 – 2003 Vors. des Kuratoriums der Stiftung Haus der Demokratie; 1994 – 95 als Kleidermacherin tätig; seit 1995 Geschäftsf. des Kunstvereins »Acud« in Berlin; 2002 Wechsel des Vornamens zu Judith.

SiM

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