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Bramke, Werner

* 8.7.1938, † 24.1.2011
Historiker

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Cottbus; Vater staatl. gepr. Landwirt, Mutter Hebamme; 1956 Abitur in Cottbus; 1956 – 90 SED; 1956/57 Unterstufenlehrer, 1957 – 62 Studium der Geschichte u. Germanistik an der PH Potsdam, 1962 – 69 Lehrer für Geschichte, Dt., Staatsbürgerkunde u. Latein; 1969 Prom. mit einer Arbeit über Kriegervereine in der Weimarer Rep.; 1969 – 72 wiss. Mitarb. am Militärhist. Inst. Potsdam; seit 1972 tätig an der Univ. Leipzig; 1976 Dr. sc. mit einer Arbeit über Traditionsbild u. Traditionspflege in der KPD; 1979 Berufung zum ord. Prof.; 1987 – 90 Dir. der Sekt. Geschichte, Gastprofessuren in Bielefeld u. Chapell Hill; 1987 – 90 Mitgl. des Rats für Geschichtswiss.
1992 Prof. alten Rechts an der Univ. Leipzig, 2003 em.; 1994 – 2003 als Parteiloser Mitgl. des Sächs. Landtages für die PDS, Vors. des Aussch. für Wiss. u. Hochschulen, Kultur u. Medien; gest. in Leipzig.
B. legte Arbeiten zur Geschichte des Militarismus, zur KPD, zur Sozialgeschichte der Mittelschichten, zum Widerstand gegen die NS-Diktatur u. zur sächs. Landesgeschichte im 19./20. Jh. vor. Er zählte zu jenen ostdt. Hist., die vor 1989 die offiziellen SED-Geschichtsbilder vorsichtig differenzierten.

Publ.: Region u. Regionalität in der Sozialgeschichte des 20. Jh. Leipzig 1995 (Hrsg. mit U. Heß); Sachsen u. Mitteldtl. Weimar 1995 (Hrsg. mit U. Heß); Jb. zur sächs. Geschichte (Hrsg.); Freiräume u. Grenzen eines Hist. Leipzig 1998 (mit Bibl.); Die Krise der Demokratie. Erfahrungen aus einem ostdeutschen Landtag. Leipzig 2006.
ISK

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Redaktionsschluss: Oktober 2009. Eine kontinuierliche Aktualisierung der Biographien kann von den Herausgebern nicht gewährleistet werden. Soweit bekannt, werden Sterbedaten in regelmäßigen Abständen nachgetragen. Änderungs- und Korrekturwünsche werden von den Herausgebern des Handbuches geprüft und ggfl. eingearbeitet.
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