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Wolf, Hanna

geb. Haschka
* 4.2.1908, † 22.6.1999
Rektorin der Parteihochschule beim ZK der SED

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Gonionds (b. Białystok, Rußland / Goniądz, Polen); Vater Rabbiner u. Lehrer, Mutter Lehrerin; dt. u. hebräische Volksschule in Gonionds, bis 1927 Gymnasium in Białystok, Abitur; 1920 Rote Schülergr.; 1922 poln. KJV; 1927 Austritt aus der jüd. Gemeinde; 1927 – 32 Studium der Geschichte u. Philos. an der Univ. Berlin, aus wirtschaftl. Gründen ohne Abschluß; zugl. Übersetzerin u. Lehrerin; Mitarb. des M-Apparates der KPD (deshalb erst 1930 Mitgl. der KPD); Apr. 1932 Emigr. in die UdSSR (Moskau); Sept. – Dez. 1932 Red. u. Übersetzerin im Verlag für fremdspr. Lit. in Moskau; 1933 – 35 Studium u. wiss. Mitarb., 1935 – 37 Aspirantin an der Internat. Lenin-Schule in Moskau; 1934 sowj. Staatsbürgerschaft; nach Auflösung der Lenin-Schule 1937 – 39 aus persönl. Gründen Unterbrechung der Arbeit; arbeitete Aug. 1939 – Okt. 1941 zu geschichtswiss. Themen in der Hist. Bibliothek des Geschichtsinst. der AdW der UdSSR in Moskau; Okt. 1941 Evakuierung nach Kuibyschew; 1941 – 43 Mitarb. (Kontrollred.) der dt. Red. u. des Abhörbüros des sowj. Rundfunkkomitees in Kuibyschew; 1943 – 48 Lehrerin an Antifa-Schulen, Aug. 1943 – Jan 1945 an der Zentralschule in Krasnogorsk (Inst. 99 beim ZK der WKP(B)); 1945 – 48 Ltr. der Zentralschule (1947/48 zus. mit  Wilhelm Zaisser); 1946 sowj. Medaille für ruhmreiche Arbeit im Großen Vaterländ. Krieg.
April 1948 Rückkehr nach Dtl.; KPD/SED; ab Juni 1948 persönl. Ref. des Ltr. der Dt. ZV für Volksbildung,  Paul Wandel; Mai 1949 Ltr. des neugegr. Konsultationsbüros zum Studium der Geschichte der KPdSU in der Abt. Parteischulung beim PV bzw. ZK der SED; dann kurzz. Ltr. des Sektors mündl. u. schriftl. Prop.; 1950 dt. Staatsbürgerschaft; Sept. 1950 – Juni 1983 Dir. der PHS (Nachf. von  Rudolf Lindau); Mitgl. des wiss. Rats des Museum für Dt. Gesch.; Prof.; 1978 Dr. phil. h. c. der KMU Leipzig; bis 1976 Mitgl. des Red.-Kolleg. der Ztschr. »Einheit«; 1954 – 58 Kand., 1958 – 89 Mitgl. des ZK der SED u. Mitgl. der Ideolog. Kommission beim PB des ZK der SED; 1958 Med. für Kämpfer gegen den Fasch.; 1959 Banner der Arbeit; 1964 u. 1978 KMO; 1968 VVO; 1970 Orden des Vaterländ. Krieges (UdSSR); Lenin-Erinnerungsmedaille; 1973 Held der Arbeit; 1975 Kampforden für Verdienste um Volk u. Vaterland; sowj. Orden Zeichen der Ehre; 1983 Hervorragender Wissenschaftler des Volkes; 1983 – 89 Konsultant beim ZK der SED; 1988 Ehrenspange zum VVO; 10.2.1990 aus der PDS ausgeschl.; in dritter Ehe verh. mit  Wilhelm Knigge; gest. in Berlin.

Publ.: Die Aufgaben eines Zirkelleiters. Berlin 1949; Im Dienste des Volkes. 20 Jahre SED. Berlin 1966; Reden u. Aufsätze. Berlin 1979.
Sek.-Lit.: H. W. 80 Jahre. In ZfG (1988) 1; Leonhard, W.: Spurensuche. 40 Jahre nach »Die Rev. entläßt ihre Kinder«. Köln 1992; Hartewig, K.: Zurückgekehrt. Jüd. Kommunisten in der DDR 1945 – 1990. Weimar 2000; Möller, U., Preußer, B. (Hrsg.): Die Parteihochschule der SED – ein krit. Rückblick. Schkeuditz 2006.
PeE; HME

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