Biographische Datenbanken

Wrana, Joachim

* 13.2.1909, † 8.11.1986
Elektrotechniker, Rektor der Bergakademie Freiberg

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Breslau (Wrocław, Polen); Vater Justizinspektor; 1915 – 21 Volksschule u. Gymnasium in Hamm, 1921 – 29 Gymnasium in Cottbus, Abitur; 1929 – 34 Studium der Elektrotechnik, Fachrichtung Starkstromtechnik an der TH Dresden, Dipl.-Ing.; 1934 – 38 wiss. Ass. am Inst. für Starkstrom- u. Hochspannungstechnik der TH Dresden, dort 1939 Prom.; 1938 – 45 Versuchsing., ab 1942 Einrichtung u. Ltg. einer Versuchsabt. für Hoch- u. Niederspannungsschaltgeräte u. Transformatoren im Sachsenwerk Niedersedlitz.
1945 – 47 nach Demontage des Sachsenwerks Ltr. eines elektr. Laboratoriums u. Prüffeldes im sowj. Konstruktions- u. Technolog. Entwicklungsbüro auf dem ehem. Sachsenwerkgelände; 1946 Habil. an der TH Dresden; 1947 wg. Nichtbefolgung eines SMA-Befehls (Verheimlichung von elektr. Meßgeräten bei der Demontage des Sachsenwerkes) von einem sowj. Militärgericht zu zehn Jahren Arbeitslager verurteilt, Anfang 1950 im Zuge der Amnestie u. der Auflösung der Internierungslager entlassen; 1950 Prof. für Elektrotechnik u. Dir. des Inst. für Elektrotechnik der Bergakad. Freiberg (bis 1951 kommissarisch); 1953 – 55 Prodekan u. 1955 – 63 Dekan der Fak. für Bergbau u. Hüttenwesen, 1963 – 65 Rektor der Bergakad. Freiberg (Nachf. von  Günther Hollweg); 1960 Verdienter Techniker des Volkes; 1965 VVO; 1968 bei Auflösung der Institute im Rahmen der 3. Hochschulreform Entbindung von der Funktion als Institutsdir.; 1969 Umberufung zum ord. Prof. für Elektrotechnik (Elektroenergietechnik), 1974 em.; 1981 Ehrenprom. der TU Dresden.
Hauptarbeitsgebiete: Entw. von Schaltanlagen u. Hochspannungsschaltern, spezielle Anwendung der Elektrotechnik in der Montanindustrie. Meßtechnik.

Sek.-Lit.: Emons, H.-H. / Stock, W.: Nachruf. In: Neue Bergbautechnik (1987) 5; Lauterbach, W.: J. W. In: Mitteilungen des Freiberger Altertumsvereins (2003) 92.
RoV

© Die Urheberrechte am Lexikon und aller seiner Teile liegen beim Ch. Links Verlag. Die Weiterverwendung von Biographien oder Abschnitten daraus bedürfen der Zustimmung des Verlages.
Redaktionsschluss: Oktober 2009. Eine kontinuierliche Aktualisierung der Biographien kann von den Herausgebern nicht gewährleistet werden. Soweit bekannt, werden Sterbedaten in regelmäßigen Abständen nachgetragen. Änderungs- und Korrekturwünsche werden von den Herausgebern des Handbuches geprüft und ggfl. eingearbeitet.
Ch. Links Verlag, Schönhauser Allee 36, 10435 Berlin, Tel. 030- 44 02 32-0, mail@christoph-links-verlag.de

Zum Abkürzungsverzeichnis