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Wyschinski, Andrej Janwarewitsch

* 11.12.1883, † 22.11.1954
Politischer Berater des Oberbefehlshabers der Gruppe der sowjetischen Besatzungstruppen in Deutschland u. des Obersten Chefs der sowj. Militäradministration

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Odessa; Studium der Rechtswiss. in Kiew; Rechtsanwalt in Odessa; 1919 KPdSU; Doz. u. Prof. für Rechtswiss.; 1925 – 28 Rektor der Moskauer Univ.; ab 1931 bei der Staatsanwaltschaft; 1934 – 44 stellv. Vors. des Rats der Volkskommissare der UdSSR; 1935 – 39 Gen.-Staatsanwalt der UdSSR; er war Chefankläger in den Schauprozessen gegen Aleksander A. Sinowjew, Lew B. Kamenew, Nikolai I. Bucharin u. Michail N. Tuchatschewski; mit seiner These vom »subjektiven Geständnis« statt eines objektiven Straftatbestands rechtfertigte er den völligen Mißbrauch der Rechtswissensch. in der UdSSR; 1939 Mitgl. der AdW der UdSSR; 1940 – 46 Erster Stellv. des Volkskommissars des Äußern der UdSSR; er arbeitete die Kapitulationsurkunde vom 8.5.1945 aus.
Bis Aug. 1945 Pol. Berater des Oberbefehlshabers der Gruppe der sowj. Besatzungstruppen in Dtl. u. des Obersten Chefs der SMAD; 1946 – 49 stellv. Außenmin, 1949 – 53 Außenmin. der UdSSR; 1953/54 Erster stellv. Außenmin. der UdSSR u. sowj. Vertreter bei der UNO; gest. in New York.

Sek.-Lit.: Waksberg, A.: Gnadenlos. A. W. – Mörder im Dienste Stalins. Bergisch Gladbach 1991.
JaF

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