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Brasch, Horst

* 23.12.1922, † 18.8.1989
Minister für Volksbildung in Brandenburg, Generalsekretär der Liga für Völkerfreundschaft

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Berlin; Vater Textilfabrikant; Stiefvater Curt Thesing Schriftsteller u. Biologe; Volksschule; 1933 – 36 Realschule in Bichl (Oberbayern), 1936 – 38 Klosterschule in Ettal; 1939 nach Großbritannien emigriert; zeitw. in Kanada interniert; 1939/40 Besuch einer Techn. FS in Großbritannien; anschl. bis 1946 Werkzeugmacher, im Betrieb zeitw. Betriebsratsvors.; 1941 Mitbegr. der FDJ in London, ab 1942 ihr Vors.; Hauptmitarb. der FDJ-Ztg. »Freie Bühne«; 1943 Mitgl. des Initiativaussch. für die Einheit der dt. Emigr. in Großbritannien; 1944 KPD; 1945 Beobachter der FDJ auf der 1. Weltjugendkonferenz des WBDJ in London, 1946 Mitgl. dessen EK.
1946 Rückkehr nach Dtl.; SED; Lizenzträ-
ger der vier Besatzungsmächte für die FDJ;
1946 – 50 Mitgl. u. 1946/47 u. 1949/50 Sekr. des ZR der FDJ, ab 1947 Mitgl. des Red.-Kolleg. der Ztschr. »Junge Generation« u. Aug. 1947 – Febr. 1948 Chefred. »Junge Welt« (Nachf. von  Adolf Buchholz); März 1948 Vors. der FDJ Brandenb.; 1948/49 Mitgl. des Dt. Volksrats u. stellv. Aussch.-Vors.; 1950 – 52 Min. für Volksbildung, Wiss. u. Kunst im Land Brandenb. (Nachf. von Fritz Rücker); 1952 – 57 Sekr. des Rats des Bez. Neubrandenb. u. Abg. des Bez.-Tags Neubrandenb., zeitw. dessen amt. u. 1957 – 59 Vors. (Nachf. von  Hans Jendretzky); Mitgl. des Büros der SED-BL Neubrandenb.; 1959 – 66 Vizepräs. (Nachf. von  Hans Seigewasser), ab 1960 1. Sekr. bzw. Vors. des Büros des Präs. des NR der NF; 1960 – 64 Vors. des Komitees für die Solidarität mit den Völkern Afrikas; 1963 Vizepräs. der Dt.-Britischen Ges.; 1963 – 89 Mitgl. des ZK der SED; 1963 – 89 Abg. der Volkskammer, 1971 – 86 1. Stellv. Vors. des Aussch. für Haushalt u. Finanzen; 1965 – 69 Staatssekr. u. 1. Stellv. Min. für Kultur; wegen der Teiln. seines Sohnes  Thomas B. an den Protesten gegen den Einmarsch in die ČSSR von allen Funktionen abgelöst; 1969/70 Studium an der PHS der KPdSU in Moskau u. am Inst. für soz. Wirtsch.-Führung beim ZK der SED; 1970 – 75 2. Sekr. der SED-BL Karl-Marx-Stadt (Nachf. von Walter Weiss) u. Abg. des Bez.-Tags; 1973 VVO; 1975 – 87 1. Vizepräs. u. Gen.-Sekr. der Liga für Völkerfreundschaft (Nachf. von Herbert Schönfeld), anschl. als ehrenamtl. Vizepräs.; 1981 Vizepräs. des Kuratoriums DDR-Japan/Verein zur Förderung der kulturellen u. wiss. Zusammenarb.; KMO; gest. in Berlin.

Publ.: Weltbund demokrat. Jugend. Berlin 1947; Wie gestalte ich einen Heimatabend. Berlin 1947 (mit H. Oetke); Treffpunkt Budapest. Berlin 1949; Rings um Big Ben. Berlin 1960; Lebensdauer. Erinnerungen an Curt Thesing, einen dt. Patrioten u. Humanisten. Berlin 1987.
BRB; HME

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