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Zetkin, Maxim

* 1.8.1883, † 19.8.1965
Chirurg, Gesundheitspolitiker

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Paris, aufgew. in Paris u. Zürich; Mutter Clara Z., Lehrerin u. KPD-Politikerin, Vater Ossip Z., pol. Emigrant aus Odessa; 1894 – 1902 Gymnasium in Stuttgart; 1902 – 08 Med.-Studium in München; hier 1909 Prom.; 1909 – 12 ärztl. Praxis in Stuttgart; 1912 – 14 chirurg. Assistenzarzt am Städt. Krankenhaus Augsburg; 1914 – 18 Militärdienst; 1919/20 Assistenzarzt in der chirurg. Abt. des Auguste-Viktoria-Krankenhauses in Berlin; 1902 – 16 SPD; 1917 – 19 USPD; 1919 KPD; ab 1920 auf Einladung als Chirurg in Moskau tätig; 1924 KPR (B); 1930 – 39 an der chirurg. Klinik des II. Med. Inst. in Moskau; 1935 hier Doz.; 1936/37 Teiln. am span. Bürgerkrieg als beratender Chirurg der rep. Armee; 1939 – 41 Chefarzt der chirurg. Abt. eines Moskauer Krankenhauses; 1942 – 45 Militärchirurg in Moskau, im Kaukasus u. in Transkaukasien.
Ende 1945 Rückkehr nach Dtl. u. Mitw. beim Aufbau der Dt. ZV für Gesundheitswesen; 1945 – 49 1. Vizepräs. u. zuständig für Personal- u. Org.-Fragen; 1946 SED; 1947 – 60 Prof. mit Lehrauftrag für Chirurgie an der HU Berlin; 1949/50 Ärztl. Dir. der Charité; 1950 – 52 Ltr. der HA Wiss. u. Forschung des Min. für Gesundheitswesen; 1951 Verdienter Arzt des Volkes; 1954 Vors. des Wiss. Rats beim Min. für Gesundheitswesen u. Ltr. der Arbeitsgemeinschaft med. Verlage; Mitbegr. des Verlags Volk u. Gesundheit; 1955 Korr. Mitgl. der DAW; 1955 VVO; 1958 Dr. h. c. an der FSU Jena; 1963 Hervorrag. Wissenschaftler des Volkes; gest. in Berlin.

Publ.: Die Chirurgie des Traumas. 4 Bde. Berlin 1955 – 58 (Hrsg.); Wörterbuch der Med. Berlin 1956 (Hrsg. mit. H. Schaldach; 11. Aufl. 1980); dt. Gesamtausgabe der Werke von I. P. Pawlow. Berlin 1953 – 54 (Hrsg.).
Sek.-Lit.: M.-Z.-Ehrung 1983. Berlin 1984.
PeS; BRB

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