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Brauchitsch, Manfred von

* 15.8.1905, † 5.2.2003
Präsident der Gesellschaft zur Förderung des olympischen Gedankens

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Hamburg; Vater Gardeoffz.; 1913 – 23 Gymnasium in Berlin, Abitur; 1923 Frei-
korps Brigade Erhardt; 1924 – 28 Reichswehr, Fähnr., nach Motorradunfall ausgeschieden; ab 1929 Privat-Rennfahrer, 1. Sieg auf Mercedes-Benz beim Gaisbergrennen (Österreich), 1932 Sieg auf der Berliner Avus mit Klassen-WR von 194,4 km/h auf Mercedes SSKL sowie Stunden-WR mit 198 km/h; 1934 – 39 Werksfahrer bei Mercedes-Benz, 1934 Sieger auf dem Nürburgring, 1937 beim Großen Preis von Monaco, 1938 beim Großen Preis von Frankreich; 1940 – 43 persönl. Ref. von Junkers-Chef Dr. Koppenberg; Sturmführer des NS-Kraftfahrerkorps; 1944/45 Ref. im Reichsmin. für Rüstung u. Kriegsprod. (Techn. Amt Panzerbeauftragter) unter Albert Speer.
1945 Umzug zum Starnberger See; 1948 – 50 erster Präs. des Automobilclubs von Dtl. (AvD); 1949/50 Auswanderung nach Argentinien; 1951 u. 1953 Präs. des Komitees zur Vorber. der Weltfestspiele in Berlin u. Bukarest, 1952 Präs. des Komitees für Einheit u. Freiheit im dt. Sport; Mai 1953 Verhaftung in der Bundesrep. Dtl. wegen »Vorber. zum Hochverrat, Geheimbündelei u. Staatsgefährdung«, acht Mon. Haft in Neudeck u. Stadelheim; 30./31.12.1954 Flucht in die DDR vor erneuter Inhaftierung; 1957 – 60 Sport-Präs. des Allg. Dt. Motorsportverb. (ADMV); 1960 – 90 Präs. der Ges. zur Förderung des olymp. Gedankens, 1988 »Olymp. Orden« des IOC; dreimal VVO; Rentner u. gest. in Gräfenwarth b. Schleiz (Thür.).

Publ.: Kampf mit 500 PS. Berlin 1939; Kampf um Meter u. Sekunden. Berlin 1953; Ohne Kampf kein Sieg. Berlin 1964.
Sek.-Lit.: Landenberger, D.: M. v. B. Kampf u. Sieg im Silberpfeil. Stuttgart 2005; Reuß, E.: Hitlers Rennschlachten. Die Silberpfeile unterm Hakenkreuz. Berlin 2006; Hrachowy, F. O.: Stählerne Romantik. Automobilrennfahrer u. nationalsozialist. Moderne. Norderstedt 2008.
VoK; OWR

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