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Zöllner, Dirk

* 13.6.1962
Rockmusiker, Komponist, Texter

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Berlin; während der Schulzeit autodidakt. Gitarrenausb.; 1980 – 82 Betonwerkerlehre, erste Auftritte in Kirchen; 1982/83 NVA, dort Gründung einer Band, erste Eigenkompositionen u. Texte; 1984 Gründung der Band »Chicorée« mit Frank Brennecke, Garret Matzko u. Achim Schulze, 1985 erste Konzerte u. Rundfunkprod. der Band, die mit Titeln wie »Was du von mir verlangst« u. »Käfer auf dem Blatt« in kurzer Zeit eine der beliebtesten DDR-Amateurbands wird (Umfrage »Junge Welt« 1985); 1986 Gastspiele in Polen u. Bulgarien, Einstufung als Berufsmusiker u. kurzzeitig Stud. an der Musikschule Berlin-Friedrichshain; 1987 Auflösung von »Chicorée« u. Gründung des Projekts »Die Zöllner« mit dem Keyboarder, Komponisten u. Arrangeur André Gensicke; am 16.6.1988 erstes Konzert der »Zöllner« in Bigbandbesetzung im Vorprogramm von James Brown vor 70.000 Zuschauern; Musikkritiker wählen die Band zum »Newcomer des Jahres«.
Bis 1997 Prod. von sechs Alben u. über 800 Konzerte mit »Die Zöllner«, Höhepunkte: das legendäre »Konzert für Dtl.« am 11.11.1989 in der West-Berliner Dtl.-Halle, Tour »Goldene Zeiten« 1993, Auftritte im »Rockpalast« 1996 u. 1997, diverse große Festivals mit internat. Stars; 1998 Trennung von der Bigband; seitdem versch. Projekte, u. a. »Zonaluna«, die »DreiHIGHligen« (mit Dirk Michaelis u.  André Herzberg), »OSTENde« (mit IC Falkenberg), »Russenconnection« (um Alexander Gutman); 2003 Israeltournee mit  Reinhard Fißler, bei der dt. Rockmusiker dort erstmals live in ihrer Muttersprache singen; 2004/05 mit Gensicke erste interaktive Popshow »Café Größenwahn«; 2005 Reunion des Erfolgsprojekts »Die Zöllner«; 2006/07 Tourneeprogramm »Club der toten Dichter«, dazu CD »Das Buch der Lieder«; 2006 Rolle des Jesus in Andrew Lloyd Webbers Rockoper »Jesus Christ Superstar« an der Staatsoper Dresden (2009 Staatstheater Pforzheim); 2008 Mitwirkung an der Fistivaltournee »Ostrock Klassik«.
CDs: »Die Zöllner« 1990; »Café Größenwahn« 1991; »Goldene Zeiten« 1993; »Zöllner-light live« 1995; »Bumm Bumm« 1996; »Good bye, Chérie« 1997; »Ich darf alles« 1999; »Zoellner-Classics« 2000; »Die Drei HIGHligen« 2000; »OSTENde« 2002; »Best of – Auf der Reise« 2002; »HIGHlive – Die DreiHIGHligen« 2003; »Wo ist der Hund?« 2004; »7 Sünden« 2008.
Z. singt deutschsprachige Eigenkompositionen mit souliger Attitüde, er gilt als experimentierfreudiger Projektmusiker, der sich weder stilistisch noch einem der konkurrierenden Lager – den »etablierten« oder den sogenannten anderen Bands – zuordnen ließ.

Sek.-Lit.: »Flüstern & Schreien« (DEFA-Dokumentarfilm von Dieter Schumann, 1987).
KKr

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Redaktionsschluss: Oktober 2009. Eine kontinuierliche Aktualisierung der Biographien kann von den Herausgebern nicht gewährleistet werden. Soweit bekannt, werden Sterbedaten in regelmäßigen Abständen nachgetragen. Änderungs- und Korrekturwünsche werden von den Herausgebern des Handbuches geprüft und ggfl. eingearbeitet.
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